Was war


Weihnachtsbriefkasten 2018

 Der Weihnachtsbriefkasten 2018 ist Geschichte. In der Adventszeit hatten wir unseren Briefkasten bereits zum zwölften Mal beim Pestalozzischulhaus aufgestellt. In dieser Zeit habe ich vierzehn Briefe vorgefunden. Es waren 16 Erwachsene und 16 Kinder/Jugendliche, die einen Weihnachtswunsch hatten, den sie sich selbst nicht erfüllen konnten. Bei den einen war es ein schönes Fest mit der Familie zu feiern und die andern freuten sich über den Gutschein, um eine nötige Anschaffung für den Haushalt zu machen. Ich habe den Betroffenen die Geschenkkarten selbst übergeben und dabei immer wieder in glänzende, freudige Augen schauen dürfen. Mit einem Händedruck bedankten sich alle ganz herzlich und waren glücklich darüber, dass es so eine Organisation wie den Frauenverein in Weinfelden gibt.

Am Heiligen Abend gab es noch eine Weihnachtsüberraschung. Zwei Verantwortliche der Weinfelder Glühweinbar überbrachten zu Gunsten des Weihnachtsbriefkastens Fr. 600.00 aus dem Erlös der Bar. Herzlichen Dank! Ein Dankeschön geht auch an Herrn Keller, der in gewohnter Weise unseren Briefkasten zuverlässig aufgestellt und abgebaut hat und ihn das ganze Jahr über bei sich lagert.

 

Brigitte Vonwiller


Adventsmarkt vom 8. Dezember 2018

Impressionen vom Adventsmarkt


Backen für den Adventsmarkt

Samstag, 1. Dezember 2018, 8.00 Uhr. Es herrscht bereits emsiges Treiben in der Schulküche des Thomas-Bornhauser-Schulhauses. Das alljährliche Backen für den Adventsmarkt hat begonnen. Auch dieses Jahr backen wir die allseits beliebten Gewürztännli. Jeweils zwei Frauen arbeiten Hand in Hand und so entstehen bald die 20 Blechkuchen, aus denen dann die Gewürztännli zugeschnitten werden. Inzwischen sind noch einige Frauen mehr dazu gekommen. Sie sind bereit, um die vielen Tännli zu dekorieren. Mit einer Spritzglasur und vielen verschiedenfarbigen Zuckersternli, -kügeli, -engeli, -tännli etc. lassen sie ihrer Phantasie freien Lauf. Bereits ist die Glasur trocken. Gekonnt werden nun die wunderschön dekorierten Tännli in Transparentsäckli eingepackt

und mit einem Band, an dem das gerollte Rezept hängt, zusammengebunden.

Es ist Mittag, Vreni Koch verköstigt die fleissigen Frauen mit feinen Wähen und Salat. Danach ein Kaffee und schon geht es in den Endspurt. Die letzten Tännli werden dekoriert und eingepackt. Nun die Schulküche putzen und «polieren» 😊, so dass wir diese auch im nächsten Jahr wieder benutzen dürfen. Wir sind bereit und freuen uns auf den Adventsmarkt.

 

Priska Schneider


Adventsverkauf 2018

Das Herz weihnachtlich aufgemacht,

denn schon bald kommt die Stille Nacht.

Ein bisschen Einkehr halten

Ab und zu die Hände falten.

Adventszeit will uns lehren,

ein bisschen mehr zu geben als zu nehmen.

 

Erneut durften wir die „Adventskranztage“ vom Gemeinnützigen Frauenverein im Atelier von Nicole Graf durchführen. Ganz herzlichen Dank für die tolle Gastfreundschaft! Zahlreiche Kranzerinnen haben während zwei Tagen unermüdlich gearbeitet. Auch das Kranzen am Abend wurde rege genutzt. Es fanden tolle Begegnungen, entspannte Gespräche während dem Arbeiten statt. Es entstanden wunderschöne und vielfältige Adventsdekorationen, die dann am Samstag, 1. Dezember zum 1. Advent am Stand vor der Brocki verkauft wurden. Der Erlös ging dieses Jahr an die Infostelle "Frau und Arbeit" in Weinfelden.

 

Gerda Hübner


Herbstmittagessen am 14. November 2018

Der Gemeinnützige Frauenverein lud am 14. November 2018 alle alleinstehenden über 70-jährigen Frauen zum Mittagessen im Restaurant zum Trauben ein. Der Einladung zu einem geselligen Mittag mit einem feinen Essen aus der Traubenküche folgten rund 130 Frauen. An den schön gedeckten und herbstlich dekorierten Tischen mit ihren strahlenden Lichtlein von gelb über orange bis rot und violett liessen sich die Frauen gerne nieder. Zusammen mit dem Trauben-Team bedienten die Vorstandsfrauen engagiert und tatkräftig die Gäste. Die Frauen wurden mit einer köstlichen Marroni-Linsensuppe und zum Hauptgang mit einem wunderbaren Schweinsbraten an Apfelbalsamschaum, Kartoffelkroketten und Gemüse der Saison verwöhnt. Zum Dessert gab es einen feinen, lauwarmen Schoggikuchen mit Schlagrahm und Kaffee. 

Zwischen Hauptgang und Dessert konnte ich den Gästen die Thurgauer Jodelspatzen ankündigen. Unter der Leitung von Jolanda Felix und ihrer Tochter Carina und zur Freude aller Anwesenden sangen und jodelten die Kinder aus voller Kehle. Mit traditionellen und auch modernen Jodelliedern begeisterten sie das Publikum. Anschliessend an ihren Auftritt waren dann auch die Jodelspatzen zu einem feinen Dessert in der Gaststube des Restaurant Trauben eingeladen, wo sie sich den Schoggikuchen munden liessen.

Mit einem grossen Applaus und einem „Dankeschön“ verabschiedeten sich die zufriedenen Gäste bis zum nächsten Jahr.

 

Brigitte Vonwiller

 

 


Vivala-Chilbi 3. und 4. November 2018

Die kurzfristige Anfrage und die ebenso kurzfristige Zusage zur Teilnahme an der Vivala-Chilbi rief kreative Frauen auf den Plan. In kürzester Zeit wurden tolle Ideen durch fleissige Hände umgesetzt, wie nebenstehendes Bild zeigt.


Offenes Singen am 31. Oktober 2018

Mit Lust zum Singen und freudigen Gesichtern treffen sich schon bekannte und neue Sänger an diesem 31.Oktober 2018 im Pfarreizentrum in Weinfelden. Es sind ca. 30 Personen, zu unserer Freude auch 2 Männer. Angela Testa und Samuel Curau sind schon bereit mit Klavier und Djembe. Pfadi-Singbücher «der Brüller» werden verteilt und los kanns gehen. Erika Weibel begrüsst Leiter und Sänger und wünscht allen einen vergnügten Nachmittag. Schon bald erklingen bekannte Lieder und Schlager. Viele erinnern uns an unsere Schulzeit, Schulreisen, Wanderungen und Hüttenatmosphäre, andere an unsere Jugend. Es wurden sogar Lieder gewünscht die Samuel nicht kannte aber die er trotzdem problemlos begleiten konnte.

Die erste Stunde vergeht im Flug. Mit leckeren Zöpfen, feinen Kuchen, Kaffee, Tee und Getränken können die müden Geister wieder geweckt werden. Auch die Zeit zum Plaudern wird rege genutzt. Dann geht’s wieder zurück in den Saal und eine weitere Singrunde geht los. Die Liederauswahl wird von den Sängern gewünscht und freudig gesungen. Leider kommt nur zu schnell das Schlusslied. Vreni Koch bedankt sich herzlich bei den Leitern. Leider teilt sie dann mit, dass auf gemeinsamen Wunsch der katholischen Frauengemeinschaft, der Landfrauen und des Frauenvereins nächstes Jahr kein offenes Singen stattfinden wird. Mit grossem Bedauern wird das zur Kenntnis genommen.

 

Vreni Jäger


Herbstspaziergang am 24. Oktober 2018

Ein grauer Himmel wölbt sich um 13.30 Uhr über Weinfelden und ein paar dunkle Wolken lassen sogar Regen vermuten. Trotzdem treffen sich vier, für alles Wetter ausgerüstete, wanderfreudige Frauen beim Rathausbrunnen zum Herbstspaziergang Richtung Stelzenhof. Mit zügigen Schritten nehmen wir den Aufstieg in Angriff. Vorbei an herbstlichen Gärten, mit blühenden Astern und Dahlien neben Beeten mit letzten Salaten, Kohl und Lauch, wandern wir Höhenmeter um Höhenmeter aufwärts. Vorbeimarschierend an verschiedenen Höfen und Häusern werden bei meinen Begleiterinnen vergangene Zeiten lebendig und Erlebnisse aus ihren Leben ausgetauscht. Die Felder sind grösstenteils bereits abgeerntet und liegen brach. Ein bepflanzter Acker aber zieht unsere volle Aufmerksamkeit auf sich. „Ist das eine Kohlart“? Den Blättern nach könnte es sein, es lässt sich jedoch kein Ansatz irgend eines Produktes erkennen. Auch eine Geruchsprobe an Blättern löst das Rätsel nicht. Schliesslich vermuten wir, dass dies Gründüngung sein muss.

 

Die abwechslungsreichen Gespräche lassen uns die Anstrengung des Aufstieges und die Zeit vergessen und schon marschieren wir am Stelzenhof vorbei dem Thurberg entgegen. Immer wieder schweifen unsere Blicke über das Thurtal und nach Weinfelden hinunter. Ein schöner Anblick. Die Berge des Alpsteins lassen sich hinter einer Dunstschicht nur erahnen. Das trockene Laub am Strassenrand raschelt unter unseren Schritten. Jetzt bahnt sich sogar die Sonne einen Weg durch die Wolken und leuchtet durch die bunt gefärbten Baumwipfel.

 

Bergabwärts unserem Ziel, Patricias Zuhause entgegen, läuft es wie von selbst. Hier erwartet uns ein wunderbarer Zvieri in ihrer sonnendurchfluteten Stube. Brigitte, durch eine starke Erkältung am Mitmarschieren verhindert, ist auch anwesend und bereichert mit einem weiteren delikaten Kuchen unsere offerierte Zwischenverpflegung. Wir geniessen diese Köstlichkeiten mit Hochgenuss und sitzen noch eine Weile bei guten Gesprächen zusammen. Dann machen sich alle zufrieden und um ein tolles Erlebnis reicher, auf den Heimweg.

 

Vreni Koch


Ferienpass Kartenkurs am Donnerstag 11. Oktober 2018

Sieben Mädchen im Alter von 9 – 11 Jahren haben sich zum Ferienpass Angebot des Gemeinnützigen Frauenvereins angemeldet und sind 11. Oktober pünktlich im Pestalozzi-Schulhaus erschienen. Am Vorabend haben Vreni Jäger und Helene Hutterli die Kartenmuster präsentiert, viel verschiedenes farbiges Papier, Karton und Bänder ausgestellt, die grosse Auswahl an Stanzern bereitgestellt und eine grosse Auswahl an farbigen Karten in verschiedenen Formaten warteten auf Verwendung . Mit viel Fleiss und grosser Freude begann die Arbeit unter dem Motto «schneiden, stanzen und kleben ».

 

Schnell entstanden die ersten Kreationen. Erstaunlich mit welcher Liebe und Hingabe da gebastelt wurde. Eltern, Freundinnen und Geschwister werden die Empfänger der kreativ und künstlerisch gestalteten Karten sein. Da werden Waldlandschaften geklebt, Schneeflocken glitzern trotz dem herrlichen Herbstferienwetter. Herzen in vielen Formen und Farben zieren Dankeskarten, Herbstkarten mit Blättern, gestanzt in wunderbaren Herbstfarben auf passende Karten geklebt. Es wird munter gearbeitet – eine Freude, zuzuschauen.

 

Vreni Koch, die Präsidentin des GFV brachte das traditionelle Znüni. Die eifrigen Bastlerinnen hatten kaum Zeit, die Weggli und Brügeli zu geniessen, die Zeit verging in Windeseile. Ein Mädchen meinte, sie mache dann um 11.00 Uhr noch weiter, ein anderes wünschte sich, am Nachmittag weiter arbeiten zu können und eines meinte, sie komme dann nächstes Jahr wieder.

 

Zusammen bestaunten wir die Kunstwerke und freuten uns über die eifrigen Bastlerinnen, die sehr selbständig mit viel Fantasie arbeiteten, aber auch kleine Hilfeleistungen und Tipps dankbar annahmen. Nachdem alle die passenden Couverts und Einlageblätter für ihre Karten erhalten hatten, verabschiedeten sich die Kinder herzlich und dankbar. Ein kurzweiliger, gefreuter Vormittag, auch für die Kursleiterinnen. Gerne bieten wir diesen Kurs auch im nächsten Herbst wieder an.

 

Helene Hutterli-Müller


Dankeschön Ausflug ins Zürcher Oberland am 12. September 2018

Bei schönem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen fuhren achtzig ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit Madörins Apfelcar ins Zürcher Oberland. Zuerst führte uns die Reise nach Rapperswil – Jona ins ENEA Baummuseum. Wir wurden von unseren Führern begrüsst und in den wunderschönen Park geführt. Für alle war’s eine sehr beeindruckende Kulisse mit den über 50 auserwählten Bäumen aus über 25 Arten. Einige Bäume sind über 100 Jahre alt. Auf der ganzen Anlage stehen ca. 3000 Gehölze aus unserer Klimazone.

Für Gartenliebhaber gab es auch einige fachkundige Gespräche und Beratungen, vor allem über den Buchsbaumzünsler und Pilze, die häufig ganze Hecken befallen. Ausserdem konnten wir noch viele schöne Skulpturen, Kunst und Design bewundern. Im Anschluss an unsere Führung erfrischten wir uns mit einem kühlen Drink im Showroom und auf der Terrasse mit Blick auf den grossen Teich und den Park.

Die Fahrt ging schliesslich weiter nach Wald in die „Bleichibeiz“, wo wir uns kulinarisch verwöhnen liessen. Die schön gedeckten Tische und die liebevoll gestalteten Menukarten luden zum feinen Nachtessen ein. Mit der Eröffnung der „Bleichibeiz“ samt Hotel von 1997 nahm die erfolgreiche Umnutzung des Fabrikareals zum Bleiche Resort ihren Anfang. Der Name „Bleiche“ stammt aus der Zeit, als in der Nähe des heutigen Fabrikstandortes Baumwolltücher an der Sonne gebleicht wurden. Gut gestärkt und mit zufriedenen Gesichtern fuhren wir nach Hause.

 

Brigitte Vonwiller


Ausflug zu den Zeitfrauen in Arbon am 15. Juni 2018

Ein kleines, exklusives Frauengrüppchen traf sich um 13.20 Uhr beim Bahnhof Weinfelden, um zusammen nach Arbon zu reisen. Wir hatten uns viel zu erzählen und so verging die Reisezeit wie im Flug. In Arbon angekommen, machten wir uns auf den Weg zum Nymphenbrunnen am Adolph-Saurer-Quai, dem Treffpunkt für den Frauenstadtrundgang. Wir wurden von Frau Luchsinger und Frau Reutlinger sehr nett empfangen. Die zwei Frauen nahmen uns mit auf eine Zeitreise. Sie berichteten über starke Frauen, die die Geschichte der Stadt Arbon oder darüber hinaus prägten. Aufgelockert wurde der Rundgang von drei Schauspielerinnen, die bei den jeweiligen Stationen die einzelnen Frauenfiguren zum Leben erweckten. Sie erzählten uns hautnah, was sie beschäftigte, wie sie für ihre Rechte kämpften oder was sie schon alles bewirkten und mit Erfolg in Arbon geschaffen hatten. Der Rundgang brachte uns vom Pavillon im Jakob Züllig-Park zum Kindergarten Waagstrasse. Danach ging es weiter zum Posthof und zum Schloss Arbon.  

Am Schluss trafen wir die Frauen beim Waschplatz, direkt am Bodensee. Sie zeigten uns, wie sie die Wäsche damals gewaschen und zum Trocknen auf der Wiese ausgelegt hatten. Am Schluss bekamen wir alle eine kleine Lavendel- oder Rosenseife. Für uns Frauen vom GFV war klar, dieser Ausflug hatte sich mehr als gelohnt, es war einfach toll. Bei der Wunderbar nahmen wir nach dem Rundgang noch eine kleine Stärkung zu uns. Dann war es schon wieder Zeit aufzubrechen. Wir liefen dem schönen Bodensee entlang zurück zum Bahnhof. Nach der angenehmen Zugfahrt kehrten wir wohlbehalten und mit vielen schönen Eindrücken zurück.

 

Priska Schneider


Bring- und Holtag vom 8. und 9. Juni 2018

Auch dieses Jahr haben Mitarbeiter des Werkhofs und Helferinnen des Frauenvereins am Freitagabend ausgediente, aber noch brauchbare Gegenstände und Möbel entgegengenommen. Diese wurden am Samstagmorgen auf langen Tischreihen auf dem Plätzli vor dem Werkhof Weinfelden, schön nach Themen sortiert, aufgebaut oder im Möbelsektor platziert. Kurz vor 10 Uhr ist dann alles bereit. Der „Starter“ Rolf kann noch die Stufen der Leiter erklimmen; bevor er jedoch das eigentliche Startzeichen geben kann, sind die Läuferinnen und Läufer bereits auf dem Weg. Ein klarer Fall von Fehlstart würde man meinen. Doch das Rennen wird nicht abgepfiffen, denn dies ist der Holtag beim Weinfelder Werkhof und da sind die Regeln etwas anders als beim Sprintwettbewerb. Aber wie im richtigen Sport gibt es auch hier Gewinnerinnen und Verlierer – es gibt glückliche Gesichter und andere, wenn jemand anders schneller war und das Wunschobjekt bereits weg ist, wenn man am Ziel ankommt.

Könnte man wie im Sport einzelne Sequenzen in der Wiederholung anschauen, wären sicher die ersten Minuten des Holtags die spannendsten. Nach kurzer Zeit ist bereits ein grosser Teil der Tische leergeräumt und auch im Möbelsektor klaffen Lücken. Dann geht es darum, den Abtransport zu organisieren. Ich staune nicht schlecht, was so alles auf einen Velogepäckträger passt. Eine junge Frau mit Sonnenbrille und Sonnenhut hat das neu erstandene blaue Holzgestell mit Schnur auf ihrem Packträger festgebunden - fast wie in Indien. Andere wählen den konventionellen Weg mit dem Auto. Aber auch hier kommt im einen oder anderen Fall Schnur zum Einsatz; dann nämlich, wenn der Kofferraumdeckel einfach nicht mehr zugehen will.

Aber nicht nur die Besucherinnen und Besucher erlebten emotionale Momente. Auch der langjährige „Chef“ des Bring- und Holtages, Walter Reinhart, war wohl am Freitagabend etwas weniger gelassen als andere Jahre. Für ihn war es der letzte Bring- und Holtag in seiner gewohnten Funktion. Er wird im nächsten Frühjahr in Pension gehen und wurde deshalb am Freitagabend, nach getaner Arbeit, mit einem wunderbaren Überraschungsapéro gefeiert und herzlich verabschiedet. Für seine Zukunft wünschen wir ihm alles Gute und dass er das Pensioniertenleben in vollen Zügen geniessen kann! Und wer weiss, vielleicht ist er ja nächstes Jahr am Bring- und Holtag selber ein ambitionierter „Schnäppchenjäger“.

 

Cornelia Brechbühl Streuli


Jahresversammlung vom Mitwoch, 18. April 2018 im Traubensaal

Nach und nach treffen die Frauen ein, im Traubensaal, und nach ein paar Worten hier und dort setzen sie sich auf die bereitstehenden Stühle. Auch ein Mann betritt den Saal. Im Gegensatz zu den 65 Frauen, die entweder als Mitglied oder geladene Gäste der Einladung zur Jahresversammlung des Gemeinnützigen Frauenvereins Weinfelden gefolgt sind, ist dieser jedoch von der Presse und sucht sich mehr oder weniger auf direktem Weg einen Stuhl in der ersten Reihe. Mit Glockenklang und Frühlingsgedicht, das nahtlos in die Begrüssung übergeht – auch diese in Versform – eröffnet die Präsidentin Vreni Koch die Versammlung.

Zügig geht es darauf durch die ersten Traktanden gemäss Programm, bis dann die Sprachform wieder poetisch wird. „Und plötzlich weisst du, es ist Zeit …“. Für Helene Hutterli ist es Zeit, sich aus dem Vorstand des Frauenvereins Weinfelden zurückzuziehen. Ihr Lebensmittelpunkt hat sich mehr und mehr an ihren Wohnort Bissegg verlagert. Dort hat sie bereits neue Aufgaben übernommen und verlässt nun den Vorstand des Vereins nach vier Jahren. Symbolisch übergibt sie ihren Vereinsschal an Priska Schneider, die gut 40 und knapp 50 Jahre zählt, Familienmanagerin, Bürofrau und noch vieles mehr ist. Auch die Liste ihrer Hobbys ist lang – und seit diesem Abend noch um eines länger. Sie wird nämlich mit grossem Applaus zum neuen Mitglied im Vorstand gewählt und darf gleich am Vorstandstisch Platz nehmen.

 

Austritt aus dem Dachverband – Ja/Nein. Bevor die Präsidentin über diesen Antrag abstimmen kann, gibt es zahlreiche Wortmeldungen und es wird rege diskutiert. Die Anwesenden Vereinsmitglieder folgen dann dem Antrag des Vorstandes und stimmen dem Austritt zu. Auch bei den vorgeschlagenen Statutenänderungen und bei der Kündigung des Darlehens beim Dachverband folgen die Stimmberechtigten den Anträgen des Vorstandes. Dann ist es wieder Zeit für Poesie. Auch Heidi Güttinger, Präsidentin des Alterszentrums Weinfelden, bedient sich dieser Sprachform und bedankt sich beim Frauenverein für die vielen geleisteten Stunden zu Gunsten der Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums. Ursi Senn-Bieri, Mitglied des Gemeinderates Weinfelden, beschreibt die vielen Tätigkeiten der Frauenvereinsfrauen mit einer unendlich langen Wortreihe mit Verben und bedankt sich für das grosse ehrenamtliche Engagement des Vereins „das keine Volkswirtschaft bezahlen könnte“.

Fast wie ein Gedicht präsentiert sich dann der Pausen-Apéro im hinteren Teil des Traubensaals – Poesie für Augen und Gaumen. Nach der Pause steht dann wieder die „komponierte“ Sprache im Fokus. Anita Glunk liest heitere, besinnliche und skurrile Mundartgeschichten aus ihrem Buch „Zimmer ääs mit Bergsicht“. Mundart heisst hier „Appenzellisch“ und was skurril bedeutet, erfahren die Zuhörerinnen bereits bei der ersten Geschichte. Angeregt von Parallelen zwischen ihrem Wohnort Gais und Weinfelden – in beiden Gemeinden gibt es einen Bring- und Holtag, beziehungsweise einen „Bring- und Holmart“ - sinniert die Geschichtenerzählerin über ihre Vision, den Bring- und Holmarkt auch für ausgediente Ehemänner zu öffnen. Man könnte solche Exemplare am Bringtag einfach „id Reihe stellä“ und wenn einem denn einer gefiele, diesen am Holmarkt mitnehmen. Nach einem Jahr könnte Frau diesen Mann ja einfach wieder zurückstellen. So leicht ginge das. Eine Frage bleibt am Ende aber doch noch: Was passiert mit den Männern, die „… zobig no i dä Reihe stönd? - Brockestobä oder direkt id Muldä?“

 

Cornelia Brechbühl Streuli


Kaffee und Kuchen im Alterszentrum Weinfelden am 11. April 2018

Schon frühzeitig füllt sich der Saal im Alterszentrum Weinfelden mit Bewohnern und deren Besucher. Alle freuen sich auf ein Stück Torte, einen Kaffee und ein gemütliches Beisammen sein. Samuel und Laura, die zwei jüngsten im Serviceteam, erwarteten diesen Nachmittag mit Ungeduld und helfen nun fleissig mit. Die Auswahl zwischen Kirsch-, Schwarzwälder- und Himbeerquarktorte fällt nicht immer leicht und so kommt es auch, dass zwei und mehr Stücke probiert werden.

 

Ich glaube, dieser Nachmittag ging zur vollen Zufriedenheit unserer Gäste, aber auch für uns vom Frauenverein zu Ende.

 

Vreni Jäger


Geburtstagsfeier für die 90- und 100-jährigen Jubilarinnen und Jubilare

Am Sonntag, den 25. März 2018 luden der Gemeinnützige Frauenverein und der Musikverein Weinfelden zur Jubilarfeier ins Alterszentrum Weinfelden ein. Vierundzwanzig 90-jährige Geburtstagskinder und eine 100-jährige Jubilarin kamen mit ihren Angehörigen zu einer schönen Feier. Der Musikverein eröffnete die Feier mit fröhlichen Klängen.

Gemeindepräsident Max Vögeli gratulierte allen Jubilaren ganz herzlich – alle geboren im Jahr 1918 bzw. 1928. Seither hat es grosse technische und gesellschaftliche Entwicklungen gegeben. So erwähnte Max Vögeli z.B. Tonbandgeräte, Helikopter, Fotokopierer, Sprühdosen, Herzschrittmacher, Computer, I-Phone usw. usw.. Eine unglaubliche Serie von Neuerungen! „So viele Jubilare an einem Ort sieht man ja selten.“ Und der Gemeindepräsident fuhr weiter: „Wer hat denn sein ganzes Leben in Weinfelden verbracht?“ So lange hat niemand in Weinfelden gelebt, aber doch einige wohnen seit ihrer Pensionierung hier. Dann wünschte der Gemeindepräsident den Jubilaren alles Gute und viel Freude mit den musikalischen Glückwünschen des Musikvereins. Nach dem musikalischen Reigen wurde von allen Geburtstagskindern ein Gruppenfoto gemacht, das allen dann zur Erinnerung an die Feier zugestellt wird.  

Der Frauenverein erfreute alle Jubilare mit einem Fläschchen Rotwein (Seelen – Tröpfle)und einem Päckchen Gottlieber Hüppen. Die Tischdekoration, ein Usambaraveilchen, durfte dann jeder Jubilar mit nach Hause nehmen. Die Vorstandsfrauen des Frauenvereins Weinfelden bewirteten die Jubilare und ihre Angehörigen mit einem feinen Canapé, einem Glas Wein, Kaffee und Kuchen, offeriert vom Alterszentrum. Angeregte Gespräche in netter Gesellschaft rundeten den Anlass der Jubilare ab. Heiter und beschwingt ging der schöne Sonntagmittag zu Ende.

 

Brigitte Vonwiller  


SURPRISE: Soziale Stadtrundgänge durch Zürich am 6. März 2018

 „Den Weg aus der Sucht habe ich hinter mir, der Weg aus der Armut liegt noch vor mir“

„Jeder Rundgang ist eine Therapiestunde“

 

35 Frauen und Männer interessieren sich für das Angebot: das „andere Zürich“. In zwei verschiedenen Stadtrundgängen mit Hans oder Hans Peter, die uns ganz offen über ihren Absturz, ihr Leben und ihre heutige Chance erzählen, entdecken wir das etwas andere Gesicht von Zürich. Dabei wird uns bewusst, dass nicht alle Menschen selbstverständlich ein Dach über dem Kopf haben oder ohne täglichen Stress satt werden.

 

Einer dieser Rundgänge wird hier von Susanne Brunschweiler eindrücklich und ausführlich beschrieben. 

Das andere Zürich

Ich weiss, Sie kennen Zürich gut – die Bahnhofstrasse, das Niederdörfli, den Zürichsee und das Sechseläuten. Ich als gebürtige Zürcherin geniesse diese schönen Seiten dieser Stadt. Letzte Woche hatte ich Gelegenheit, eine andere Seite von Zürich kennen zu lernen. Eine interessante, jedoch keine erstrebenswerte Seite.

 

Eine Gruppe von rund 10 Personen, organisiert vom Gemeinnützigen Frauenverein Weinfelden, folgte einem „Surprise-Führer“ durch den Zürcher Kreis 4 (Chreis Cheib). Surprise vertreibt u.a. eine Zeitschrift, welche in der deutschsprachen Schweiz von nicht privilegierten Personen zum Kauf angeboten wird, sei es am Bahnhof oder an einer Tramhaltestelle. Sie kostet CHF 6.--. Davon bleiben rund CHF 3.-- beim Verkäufer.

 

Er, eben der Surprise-Angestellte, stellte sich vor als Hans Peter. Er rutschte selber nach lukrativen Lebensjahren als IT-Spezialist in der immer mehr fordernden Wirtschaft in diese Kultur ab. Nach einigen Jahren stand er arbeitslos, alkoholsüchtig und nach einem langen Urlaub ohne Geld auf der Strasse, übernachtete auch dort und suchte nach einer Beschäftigung. Anfänglich reinigte er „seine“ Strassen, räumte Hunderte von Spritzen weg und kam in Kontakt mit Prostituierten, Drogenabhängigen, Dealern und Alkoholikern. Er schaffte es, mit eigener Kraft dem Alkohol zu entkommen und später sogar den Zigaretten. So kam es, dass er bei Surprise eine Anstellung fand und seit 2014 Sozialführungen durch die „andere Stadt“ anbietet. Er kann unzählige Geschichten aus diesem Leben erzählen, sei es von der Letten-Zeit, der Angst von Eltern um ihre Kinder in diesem Stadtkreis oder über die ärztlichen, psychologischen und beratenden Amtsstellen im alten Zeughaus. Schwangere Drogensüchtige oder Ausländerinnen finden dort unter anderen Rat und Unterstützung.

Das Highlight nach dieser Führung ist für mich, dass wir auch für diese Menschen gute Einrichtungen und berufene Fachleute haben, die ihre Dienste anbieten können. Ebenso wohltuend für mich ist, dass Hans Peter ein zufriedener Mensch in seiner Welt ist. Er hat einen Job, eine Wohnung und viele schöne Begegnungen in den geführten Gruppen. Seine Worte: „Man kann ohne viel Geld wirklich glücklich sein“!

 

Ich bereue diesen Abstecher in das andere Zürich nicht und empfehle Ihnen, sich für eine Führung anzumelden

(www.surprise.ngo). Es lohnt sich und ist eine Bereicherung.

 

Susanne Brunschweiler


Pensioniertenfeier

So präsentierte sich der Gemeinnützige Frauenverein Weinfelden an der Pensioniertenfeier im März.