Was war


Jahresversammlung vom 19. August im Alterszentrum Weinfelden

Die Präsidentin Vreni Koch zeigte sich äusserst erfreut über die überraschend grosse Anzahl Frauen, die sich an diesem Abend im Alterszentrum Weinfelden eingefunden hatten. Mit 55 Mitgliedern und Gästen waren es mehr als die Hälfte der üblichen Anwesenden und somit doch ein schönes Zeichen der Verbundenheit und Wertschätzung in dieser besonderen Zeit. Nach der Begrüssung führte die Präsidentin zügig durch die Versammlung und so wurden das Protokoll der letztjährigen Jahresversammlung, der Jahresbericht und die Rechnung verabschiedet und mit Applaus verdankt. Trotz Zeiten der Gutscheine, wie die Vizepräsidentin Esther Stokar scherzhaft bemerkte, überreichte sie dann der Präsidentin als Dank für ihren unermüdlichen Einsatz für den Frauenverein keinen solchen, sondern eine Flasche edles Olivenöl.

 

Unter dem Traktandum Wahlen musste Vreni Koch leider einen Rücktritt verkünden. Priska Schneider hat sich entschieden, aus dem Vorstand auszutreten. Glücklicherweise wird sie dem Frauenverein jedoch weiterhin in der Brocki und in der Cafeteria im Altersheim ihre wertvollen Dienste zur Verfügung stellen. Priska, ein grosses Dankeschön für deine Arbeit im Vorstand. Als Nachfolgerin wurde Veronika Portmann gewählt. Sie ist sozusagen ein alter Hase - äxgüsi – eine alte Häsin, wenn es um den Frauenverein geht. Sie engagiert sich bereits seit einiger Zeit in verschiedenen Diensten und hat auch schon an einigen Vorstandssitzungen teilgenommen. Anschliessend wurde der Vorstand in globo wiedergewählt.

 

Unter Verschiedenes informierte die Präsidentin unter anderem darüber, dass Marlies Schenkel, die bisherige Leiterin der Brocki, aus privaten Gründen die Leitung wieder an ihre Vorgängerin abgibt. Viola Otto freut sich sehr darauf, die Brockileitung wieder zu übernehmen. Auch bei der Leitung des Mahlzeitendienstes zeichnet sich ein Wechsel ab. Die langjährigen Organisatorinnen Nelly Meile und Susi Horber werden die Leitung per 31. Dezember 2020 abgeben. Als Nachfolgerinnen werden Monika Wittwer (Organisation) und Vreni Koch (Rechnungswesen) den Mahlzeitendienst weiterführen. Bereits während dem Lockdown hatte Monika Wittwer im Auftrag der Gemeinde die Organisation des Mahlzeitendienstes mit Freiwilligen übernommen, da die meisten der langjährigen Fahrerinnen und Fahrer zur Risikogruppe gehörten.

 

Eigentlich wäre am Samstag 22. August die Einweihung der beiden Generationenspielgeräte auf den Spielplätzen Wilerstrasse und Nollen geplant gewesen. Die Spielgeräte sind ein Geschenk des Frauenvereins an die Gemeinde und sind bereits seit einiger Zeit im Einsatz. Diese Einweihung kann nun jedoch wegen der aktuellen Lage nicht stattfinden. Ein drittes Gerät für den Spielplatz Schwärze ist bereits geplant und wird dann das Trio der Hopp-la Spielgeräte abschliessen. Die speziellen Spielgeräte schulen die Balance und die Geschicklichkeit und sollen zum generationenübergreifenden Teamwork zwischen Alt und Jung animieren. „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen." Mit diesem Zitat beendete die Präsidentin den offiziellen Teil der Versammlung. Corona sei zwar schon eher ein Felsbrocken, doch die Hilfsbereitschaft auch im Frauenverein in allen Diensten und das grosse Engagement in der Freiwilligenarbeit gebe dem Zitat vollumfänglich Recht.

 

Nach dem Apéro mit den vielen leckeren Häppli aus der Küche des Alterszentrums folgten dann die musikalischen Leckerbissen der Frauen-A-capellagruppe Divapella aus dem Thurgau. Die fünf jungen Frauen starteten mit einem energievollen „Stand by me“ gefolgt von weiteren englischen Songs, mit einem Abstecher ins Berndütsch mit „Scharlachrot“ von Patent Ochsner. Der Abschluss war dann ein „Männermedley“ – quasi um den fehlenden Männern an diesem Abend doch noch etwas Platz einzuräumen, so der augenzwinkernde Kommentar der Sängerin. 

 

Cornelia Brechbühl Streuli


Ausflug zur Firma Loacker in Lustenau

KUH-Bag? KUH-Bag!

Kennen Sie ihn schon, den leicht durchsichtigen Sammelsack mit KUH drauf, den patenten Bruder unseres weissen Abfallsackes? Er heisst tatsächlich wie das Tier mit den sanften Riesenaugen, wie die Kuh. KU von «KUnststoffe» und das H von «Haushalt»: Der KUH -Bag ist der praktische Sammelsack für fast alle anfallenden Kunststoffe aus unseren Privathaushalten. Der restliche Abfall wird weiterhin von uns rezykliert oder geht in den Abfallsack. Dieser füllt sich aber nun sehr viel langsamer: Die beiden Säcke sind das ideale ökologische Zweierteam!

 

Wir vom Vorstand des Frauenvereins wollten es genauer wissen, und reisten darum nach Lustenau, wo die Firma Loacker den Inhalt dieser KUH-Säcke sortiert. Die beeindruckende Menge von 40 000 Tonnen im Jahr werden dort verarbeitet, davon ca. 4000 Tonnen aus der Schweiz. 50% - 60% können dem Recycling zugeführt werden, ca. 10% unterstützen als Ersatz-Brennstoffe die beiden KVA in Bazenheid und Weinfelden. Loacker arbeitet eng mit Reycling Müller, Frauenfeld, und mit Innorecycling, Eschlikon, zusammen. Die Auftragssortierung kostet pro Tonne 120 Euro.

 

In der weiträumigen Werkhalle wirkt der riesige Bagger wie ein Spielzeug vor den farbigen Kunststoffbergen! Wir werden über Eisenleitern durch ein dreidimensionales Labyrinth von gewaltigen Förderbändern geführt. Von oben sieht das aus wie ein Werk des Künstlers M.C. Escher. Hier stimmt alles zusammen: im rotierenden Tunnel trennt sich Klein und Gross, Leicht und Schwer und rast auf getrennten Förderbändern weiter. Infrarotsensoren erkennen Material aufgrund des reflektierten Lichtstrahls und veranlassen Aufteilung nach Kunststoffarten. Vorbei geht es an ausgeklügelten Luftdruckdüsen, die bestimmte Formen oder Gewichte aussortieren, hin und her, hinauf und hinunter. Doch siehe da, am Schluss der Maschinensortierung stehen geschickte Frauen mit flinken Händen. Sie sorgen für die Erreichung der schlussendlich 98%igen Reinsortierung. Wir sind beeindruckt.

 

Was gehört nun genau in den gelben Sack und was nicht? Lesen sie weiter: www.kuh-bag.ch. Kaufen können Sie diesen sinnvollen Sack für 2 Franken das Stück an der 10er Rolle, hier in Weinfelden bei Aldi, Biosfair, in der Brockenstube des Gemeinnützigen Frauenvereins, bei Coop, KVA, Landi, Lidl und Volg. Die vollen Säcke bringen Sie zur Firma Huber, Umwelt Logistik AG, oder ins Entsorgungszentrum.

 

Esther Stokar


Winterbrunch in der Villa Schaad

Die Familie Röthlisberger hat die Villa Schaad aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt, um Interessierten und Liebhabern alter Häuser die Möglichkeit für einen Event im speziellen Rahmen zu bieten. Das haben wir genutzt und am 18. Januar einen ganz tollen Morgen mit Brunch in dieser einzigartigen Kulisse erlebt. Staunend streiften die Gäste mit dem Willkommenstrunk in der Hand durch die Räume und lobten das rund 100jährige Interieur und die wunderschöne, sehr geschmackvolle Dekoration aus Patricia Röthlisbergers Hand. Dann konnten sie sich am üppigen Frühstücksbuffet bedienen. Dieses war vom Vorstand des Frauenvereins zusammengetragen worden, und auch der Kaffee wurde von seinen Mitgliedern serviert. Da wurde schnabuliert und geplaudert, bis Vreni Brenner als Fräulein Schaad herself energisch auftrat und den Frauen in

launigen Anekdoten aus ihrem Leben und aus dem Leben des Hauses und der Firma Schaad erzählte.

 

Wir danken Patricia und Sämi Röthlisberger ganz herzlich, dass wir die wunderschönen, so liebevoll gestalteten Räume benutzen durften und sie uns tatkräftig unterstützten.

 

Veronika Portmann


Adventsmarkt

Unser wunderschön dekorierter Stand am Adventsmarkt.


Backen für den Adventsmarkt

16 fleissige Helferinnen waren am Samstag vor dem Adventsmarkt mit vollem Elan dabei wunderschöne Exemplare von Adventstännli herzustellen. Es wurde gebacken, zugeschnitten, glasiert und dekoriert. Danach wurden die Tännli in schöne durchsichtige Säckli abgepackt und dekoriert mit einem roten Band und Rezeptrolle. Es klappte alles wie am Schnürchen.

 

Am Mittag wurden wir von unserer Präsidentin Vreni Koch mit einem feinen Mittagessen verwöhnt. Frisch gestärkt ging es nach dem Mittag mit Dekorieren und Einpacken weiter. Es wurde Hand in Hand gearbeitet bis zum letzten Stück. Am Schluss wurde die Schulküche wieder in Schuss gebracht und die Adventstännli zur Lagerung ins Brocki-Archiv transportiert. Dort warten sie nun, bis zum Verkauf vom nächsten Wochenende. 

 

Priska Schneider


Kranzen / Adventsverkauf

Zahlreiche Helferinnen hatten während 2 Tagen wunderbare Dekorationen für den Advent hergestellt. Am Verkaufstag, dem 30. November konnten wir eine grosse Auswahl an Advents- und Türkränzen und festlichen Gestecken auf den zwei Verkaufstischen vor der Brocki präsentieren. Bereits kurz vor 8 Uhr kamen die ersten Kunden und wählten aus der bunten Palette ihren Advents- oder Türkranz aus. Traditionelles wie modernes, alles war zu finden und die Nachfrage war gross.

 

Wir sind mit dem Verkauf sehr zufrieden und danken unsern Neu- und Stammkunden ganz herzlich für ihren Einkauf. Den Erlös haben wir der Stiftung Lebensfreude, Frauenfeld überwiesen.

 

Gerda Hübner


Herbstmittagessen 2019

Das Herbstmittagessen ist bereits wieder Geschichte. Gegen 140 alleinstehende Frauen waren der Einladung des Frauenvereins gefolgt und fanden sich schon frühzeitig im herbstlich dekorierten Traubensaal ein. Zusammen mit dem Trauben-Team bedienten die Vorstandsfrauen engagiert die Gäste und verwöhnten diese mit einem feinen Drei-Gang-Menü aus der Traubenküche.

  

Leider war das Herbstmittagessen unser letzter Anlass mit Olivia und Jürg Langer im Trauben. Als Dank für die jahrelange Gastfreundschaft erhielt das Wirtepaar einen kleinen Blumenstrauss und einen Gutschein für eine Dekoration in ihr neues Heim. Herzlichen Dank für alles!

Fröhliche Stimmung kam auf als die „Lehrermusig“ aus Bütschwil die Bühne betrat. Die drei Männer gaben ein Potpourri vom feinsten. So sangen sich die Musiker in die Herzen der Anwesenden. Es durfte mitgesungen und auch mitgeschunkelt werden. Mit einem kräftigen Applaus bedankten sich die Seniorinnen herzlich. Zum Schluss gab es noch Kaffee und Rüblikuchen. In Erinnerung bleibt ein schöner, gelungener Tag der bereits zum 19. Mal stattfand.

 

Brigitte Vonwiller


Herbstspaziergang nach Märstetten zum Kaffee-Erlebnis

Herbstliche Impressionen vom Spaziergang


Dankesausflug ins SRF Fernsehstudio

Der Gemeinnützige Frauenverein Weinfelden lud in diesem Jahr alle ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer zu einem Dankeschön-Ausflug ins Fernsehstudio Leutschenbach nach Zürich ein. Gegen 80 freiwillige Helferinnen und Helfer nahmen an dem Anlass teil. Zwei Apfelcars der Firma Madörin brachten uns zu unserem Ziel in Zürich-Oerlikon. Erwartungsvoll trafen wir im SRF Studio ein. Dort wurden wir im Fernsehgarten mit Kaffee, feinen Cakes und fruchtigen Cocktails herzlich empfangen. Bei schönstem Herbstwetter konnten wir diese Stärkung geniessen, bevor uns dann die vier Guides zur Führung durch das Gebäude abholten. Die verschiedenen Räume und die langen Gänge beeindruckten uns sehr. Trepp auf Trepp ab ging es in die verschiedenen Aufnahmestudios. Vor allem die Grösse des Studios der Sendung Arena überraschte uns. In Wirklichkeit ist der Raum viel kleiner als er im Fernsehen scheint. Auch das Tagesschau Studio ist für alle sehr interessant mit all seiner Technik und Elektronik. Ein paar mutige Besucherinnen und Besucher konnten gleich selber testen, ob für sie allenfalls noch eine Karriere als Tagesschausprecher in Frage käme. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert von der Führung und werden wohl in nächster Zeit etwas genauer hinsehen, wenn sie Sendungen aus den Zürcher Studios schauen.

 

Nach 90 Minuten durch die grossen Hallen des Fernsehstudios SRF hatten sich dann alle Besucherinnen und Besucher ein feines Nachtessen im Fernsehrestaurant verdient. Das italienische Menu mit dem passenden Wein liessen sich alle gerne munden. Anschliessend hiess es dann „Einsteigen bitte“ und gegen 21.00 Uhr traf  die ganze Reiseschar zufrieden wieder in Weinfelden ein.

 

Brigitte Vonwiller


Der Frauenverein am Wyfelder Fritig

Verschenken Sie Blumen - Das war das Motto an diesem Abend.

Die Blumenfrauen kamen kaum nach mit Sträusschen machen, so viele Menschen wollten Freunden oder Angehörigen eine kleine Freude bereiten. Die Blumengrüsse wurden dann von den fleissigen Velokurieren noch am selben Abend an die Beschenkten ausgeliefert. 


Ausflug ins alte Zeughaus Teufen am 26. August 2019

Pas de deux – verwebte Inspiration

Vorbei an vielen frisch gemähten Emdwiesen fuhr eine muntere Frauengruppe Richtung Appenzellerland. Zügig tuckerte das Appenzellerbähnlein durch die hügelige Landschaft und bei regem Austausch und Fachsimpeleien über laufende Projekte erreichten wir im Nu Teufen. Ein kurzer Spaziergang führte uns zum alten Zeughaus, das seinerseits ein eindrückliches Monument seiner Zeit darstellt. Der elegante, klassizistische Bau empfing einst über die Südtreppe Zivilisten und entliess sie über die Nordtreppe als frisch ausstaffierte Soldaten.

Heute ist das Haus Museum und Ausstellungsort. Unser Interesse galt der Ausstellung «Pas de deux» von der «Roten Kette», einer Gruppe Ostschweizer Handweberinnen. Jede der 8 Weberinnen hat sich mit einem Künstler/einer Künstlerin oder einer Fachperson aus einem anderen kunsthand-werklichen Bereich auf ein Thema geeinigt und mit ihm/ihr ein Projekt realisiert. So trafen sich die Figuren eines Figurentheaters mit wunderschön farblich abgestimmten Babytragtüchern. Ausgewählte Keramik stand auf sehr modern anmutenden Leinengeweben mit interessanten, linearen Mustern und erzeugten einen japanischen Touch. Zeichnungen von Felsmustern aus dem Alpstein widerspiegelten sich in aparten Herrenhemden, gewoben aus feinem Stickerei Garn. Die Verwendung eines speziellen Kamms ermöglichte wunderschöne, dreidimensionale Panels aus Leinen, die umspielt wurden von geschliffenen Astgabeln, die dieselben Schwunglinien aufwiesen wie das Gewebe.

In leuchtenden Schals erblickten wir das Werk von Lis Surbeck, der Weinfelder Weberin. Die weichen Schals bestanden z.B. aus Kaschmir und Seide und waren mit Pflanzen wie z.B. Efeu und Brennnessel gefärbt. Und wer hätte geahnt, dass Apfelrinde ein ganz intensives Gelb ergibt? In der Zusammenarbeit einer Weberin mit einer Modedesignerin entstanden aparte Schals, die sich selbst drapieren und Jacken ohne Nähte. Collagebildchen mit Küchenobjekten begleiteten die fröhlich bunte Küchenwäsche aus Baumwolle.

Erfüllt von den wundervollen Eindrücken, die die kreativen, innovativen Gewebe und Farben bei uns hinterliessen, widmeten wir uns nach einem erfrischenden Drink der Grubenmann-Ausstellung im imposanten Dachstock des Gebäudes. Die Baumeisterfamilie Grubenmann aus Teufen hat im 18. Jahrhundert viele meisterhaft konstruierte Brücken und Kirchen gebaut, in der ganzen Ostschweiz und sogar in Lindau. Die Holzmodelle beeindrucken durch ihre Komplexität und Ästhetik, erstellt in einer Zeit, wo mehr auf Erfahrung und Intuition gebaut werden musste als auf Berechnung. Das Kabinett mit den Bildern des Teufener Malers Hans Zeller rundete den lohnenswerten Zeughausbesuch ab.

 

Ein erbaulicher, inspirierender Nachmittag, herzlichen Dank der Organisatorin.

 

Marianne Zweifel


Bring- und Holtag vom 14. und 15. Juni 2019

Nein, eine Klarinette war dieses Jahr am Bring- und Holtag leider nicht dabei. Trotzdem wurde die Musikliebhaberin für ihr Warten an der Abschrankung beim Werkhof der Gemeinde Weinfelden belohnt. Sie fand auf einem der voll beladenen Warentische einen „Ministrandstuhl“, Modell Werkunterricht Sekundarschule. Damit wird sie sich beim nächsten Klassik-Openair-Konzert und vermutlich auch bei anderen Gelegenheiten die Wartezeit etwas bequemer einrichten können.


Auch am diesjährigen Bring- und Holtag war Openair-Wetter angesagt. Dennoch hatte man den Eindruck, dass eher weniger Menschen entlang der Abschankung auf das Pfannendeckelsignal zur Eröffnung warteten. Gleichwohl waren dann wie immer innerhalb kürzester Zeit die meisten Objekte in mitgebrachten Taschen verstaut oder grössere Errungenschaften am Rand des Platzes für den späteren Abtransport platziert. Manch ein Gegenstand wurde vom neuen Besitzer ganz neuen Bestimmungen zugeführt, so zum Beispiel der Brotkasten mit dem Klappdeckel, der in Zukunft das Katzenfutter vor unerwünschten Fliegen schützen wird. So haben wieder ganz viele Dinge einen neuen Platz erhalten und können dort nochmals nützliche Dienste leisten.

Der Dank geht auch dieses Jahr wieder an die Gemeinde Weinfelden für die Infrastruktur, die Werbung und auch die personelle Unterstützung sowie an die fleissigen Helferinnen vom Gemeinnützigen Frauenverein, die für die Annahme der Gegenstände sowie das Vorbereiten der Warentische zuständig waren.

 

Cornelia Brechbühl Streuli


Führung im Napoleonmuseum Arenenberg vom 8. Mai 2019

Fast hätten wir ihn übersehen, den Mann in der Uniform eines Dienstboten. Er hat sich im Salon noch kurz in einen bequemen Armsessel gesetzt, um der Musik „seiner Reine Hortense“ zu lauschen und ist dabei tatsächlich eingenickt. Aufgeweckt durch die ankommenden Besucherinnen vom Frauenverein Weinfelden ist er jedoch sofort auf den Beinen und bereit, seine Gäste höflich zu begrüssen und sich kurz vorzustellen. Er, Charles Thélin (alias Hubi Zweifel), war der ergebene persönliche Diener von Königin Hortense. Mit viel Charme und einem „Accent francais“ beginnt er seine Erzählungen mit dem „Baumstamm, ähh Stammbaum“ auf einer grossen Tafel an der Wand des ersten Raums. „Très compliqué“ meint Charles, aber er versucht es trotzdem. Königin Hortense war die Stieftochter und gleichzeitig die Schwägerin von Napoleon Bonaparte; Stieftochter, weil Tochter von Königin Joséphine, der ersten Frau von Napoleon und Schwägerin, weil Hortense mit dem Bruder von Napoleon verheiratet war. Weiter führt uns der königliche Diener dann durch die verschiedenen Räume des Schlosses und erzählt vom „Petit Ouioui“, Louis Napoleon, dem späteren Kaiser Napoleon III von Frankreich. Der Sohn von Königin Hortense war hier im Schloss aufgewachsen. Er soll sogar Thurgauer Dialekt gesprochen haben. Seine Liebe galt, wie es zu jener Zeit üblich war, der Jagd. Aber auch die jungen Damen der Region hatten es ihm angetan.

 

Der nächste Raum ist das Esszimmer. Dort ist der Tisch festlich gedeckt mit Porzellan, das mit einem wunderbaren Goldrand verziert ist. Hier verrät uns Charles, weshalb es im Schloss keine Küche gebe. Die Königin liebte zwar das regionale Essen, nicht aber die intensiven Küchendüfte. So wurde das Essen über den Hof ins Esszimmer getragen und auf Stövchen warmgehalten. Zum Schluss der Führung führt uns Diener Charles noch in den ersten Stock des Schlosses, ins helle Schlafzimmer von Königin Hortense. Dieses Zimmer mit den grossen Fenstern und Blick auf den Bodensee war für lange Zeit das Krankenzimmer und später der Ort, wo Hortense nach langer Krankheit starb.

 

Anschliessend an die Führung wäre eigentlich noch Zeit gewesen für einen Rundgang durch den herrlichen Schlosspark. Das Wetter lud jedoch nicht gerade dazu ein und so traf man sich im Bistro Napoleon, gleich neben dem Schloss, zu Kaffee und Kuchen und zum gemütlichen Beisammensein, bevor dann die Reise per Postauto wieder zurück nach Weinfelden ging.

 

Cornelia Brechbühl Streuli


Geburtstagsfeier für die 90- und 100-jährigen Jubilarinnen und Jubilare

Auf den letzten Sonntag im April luden der Gemeinnützige Frauenverein, der Musikverein und das Alterszentrum Weinfelden zur traditionellen Jubilarenfeier ein. Eine Hundertjährige und 21 Personen, welche im Jahr 2019 ihren 90. Geburtstag feiern dürfen, versammelten sich im Alterszentrum Weinfelden zusammen mit ihren Angehörigen zu einer schönen Feier. Der Musikverein Weinfelden eröffnete den feierlichen Anlass mit frohen Klängen. Anschliessend überbrachte Gemeinderätin Ursi Senn im Namen der Gemeinde Weinfelden den Jubilarinnen und Jubilaren die besten Wünsche zu ihrem hohen Wiegenfest. Sie gratulierte von ganzem Herzen und zitierte: "Viele Jahre liegen hinter Ihnen. Sie haben viel gesehen und erlebt." Ursi Senn liess die Jahre von 1919 bis heute Revue passieren und blätterte dazu im Fotobuch. Da gibt es schwarz-weiss Fotos des ersten Schultages, Bilder vom zweiten Weltkrieg, der späteren Berufsausbildung bis zur Hochzeit, dann die Farbfotos der eigenen Kinder oder sogar digitale Bilder von Enkelkindern. Und heute, im Jahr 2019 feiern die Geburtstagskinder ihren 90. oder 100. Geburtstag. In diesen vielen Jahren ist die Welt eine andere geworden. Dazumal war man noch mit Ross und Wagen unterwegs, heute kann man sich das Auto aus dem Alltag nicht mehr wegdenken.

 

Mit weiteren festlichen Melodien gratulierte der Musikverein den „Geburtstagskindern“. Mit einem guten Tropfen Wein und einer Packung Gottlieber Hüppen beschenkte der Gemeinnützige Frauenverein alle Jubilarinnen und Jubilare. Nach der offiziellen Feier wurde ein Gruppenfoto gemacht, das später allen Jubilaren zur Erinnerung zugestellt wurde. Endlich durften alle Geladenen an den schön gedeckten Tischen den feinen Z’vieri, offeriert vom Alterszentrum Weinfelden, geniessen. Die Vorstandsfrauen des Gemeinnützigen Frauenvereins waren den ganzen Nachmittag um das Wohl der Gäste besorgt. Angeregte Gespräche in netter

Gesellschaft rundeten den würdigen Anlass ab.

 

Brigitte Vonwiller