Was war


Ausflug zur Firma Loacker in Lustenau

KUH-Bag? KUH-Bag!

Kennen Sie ihn schon, den leicht durchsichtigen Sammelsack mit KUH drauf, den patenten Bruder unseres weissen Abfallsackes? Er heisst tatsächlich wie das Tier mit den sanften Riesenaugen, wie die Kuh. KU von «KUnststoffe» und das H von «Haushalt»: Der KUH -Bag ist der praktische Sammelsack für fast alle anfallenden Kunststoffe aus unseren Privathaushalten. Der restliche Abfall wird weiterhin von uns rezykliert oder geht in den Abfallsack. Dieser füllt sich aber nun sehr viel langsamer: Die beiden Säcke sind das ideale ökologische Zweierteam!

 

Wir vom Vorstand des Frauenvereins wollten es genauer wissen, und reisten darum nach Lustenau, wo die Firma Loacker den Inhalt dieser KUH-Säcke sortiert. Die beeindruckende Menge von 40 000 Tonnen im Jahr werden dort verarbeitet, davon ca. 4000 Tonnen aus der Schweiz. 50% - 60% können dem Recycling zugeführt werden, ca. 10% unterstützen als Ersatz-Brennstoffe die beiden KVA in Bazenheid und Weinfelden. Loacker arbeitet eng mit Reycling Müller, Frauenfeld, und mit Innorecycling, Eschlikon, zusammen. Die Auftragssortierung kostet pro Tonne 120 Euro.

 

In der weiträumigen Werkhalle wirkt der riesige Bagger wie ein Spielzeug vor den farbigen Kunststoffbergen! Wir werden über Eisenleitern durch ein dreidimensionales Labyrinth von gewaltigen Förderbändern geführt. Von oben sieht das aus wie ein Werk des Künstlers M.C. Escher. Hier stimmt alles zusammen: im rotierenden Tunnel trennt sich Klein und Gross, Leicht und Schwer und rast auf getrennten Förderbändern weiter. Infrarotsensoren erkennen Material aufgrund des reflektierten Lichtstrahls und veranlassen Aufteilung nach Kunststoffarten. Vorbei geht es an ausgeklügelten Luftdruckdüsen, die bestimmte Formen oder Gewichte aussortieren, hin und her, hinauf und hinunter. Doch siehe da, am Schluss der Maschinensortierung stehen geschickte Frauen mit flinken Händen. Sie sorgen für die Erreichung der schlussendlich 98%igen Reinsortierung. Wir sind beeindruckt.

 

Was gehört nun genau in den gelben Sack und was nicht? Lesen sie weiter: www.kuh-bag.ch. Kaufen können Sie diesen sinnvollen Sack für 2 Franken das Stück an der 10er Rolle, hier in Weinfelden bei Aldi, Biosfair, in der Brockenstube des Gemeinnützigen Frauenvereins, bei Coop, KVA, Landi, Lidl und Volg. Die vollen Säcke bringen Sie zur Firma Huber, Umwelt Logistik AG, oder ins Entsorgungszentrum.

 

Esther Stokar


Winterbrunch in der Villa Schaad

Die Familie Röthlisberger hat die Villa Schaad aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt, um Interessierten und Liebhabern alter Häuser die Möglichkeit für einen Event im speziellen Rahmen zu bieten. Das haben wir genutzt und am 18. Januar einen ganz tollen Morgen mit Brunch in dieser einzigartigen Kulisse erlebt. Staunend streiften die Gäste mit dem Willkommenstrunk in der Hand durch die Räume und lobten das rund 100jährige Interieur und die wunderschöne, sehr geschmackvolle Dekoration aus Patricia Röthlisbergers Hand. Dann konnten sie sich am üppigen Frühstücksbuffet bedienen. Dieses war vom Vorstand des Frauenvereins zusammengetragen worden, und auch der Kaffee wurde von seinen Mitgliedern serviert. Da wurde schnabuliert und geplaudert, bis Vreni Brenner als Fräulein Schaad herself energisch auftrat und den Frauen in

launigen Anekdoten aus ihrem Leben und aus dem Leben des Hauses und der Firma Schaad erzählte.

 

Wir danken Patricia und Sämi Röthlisberger ganz herzlich, dass wir die wunderschönen, so liebevoll gestalteten Räume benutzen durften und sie uns tatkräftig unterstützten.

 

Veronika Portmann


Adventsmarkt

Unser wunderschön dekorierter Stand am Adventsmarkt.


Backen für den Adventsmarkt

16 fleissige Helferinnen waren am Samstag vor dem Adventsmarkt mit vollem Elan dabei wunderschöne Exemplare von Adventstännli herzustellen. Es wurde gebacken, zugeschnitten, glasiert und dekoriert. Danach wurden die Tännli in schöne durchsichtige Säckli abgepackt und dekoriert mit einem roten Band und Rezeptrolle. Es klappte alles wie am Schnürchen.

 

Am Mittag wurden wir von unserer Präsidentin Vreni Koch mit einem feinen Mittagessen verwöhnt. Frisch gestärkt ging es nach dem Mittag mit Dekorieren und Einpacken weiter. Es wurde Hand in Hand gearbeitet bis zum letzten Stück. Am Schluss wurde die Schulküche wieder in Schuss gebracht und die Adventstännli zur Lagerung ins Brocki-Archiv transportiert. Dort warten sie nun, bis zum Verkauf vom nächsten Wochenende. 

 

Priska Schneider


Kranzen / Adventsverkauf

Zahlreiche Helferinnen hatten während 2 Tagen wunderbare Dekorationen für den Advent hergestellt. Am Verkaufstag, dem 30. November konnten wir eine grosse Auswahl an Advents- und Türkränzen und festlichen Gestecken auf den zwei Verkaufstischen vor der Brocki präsentieren. Bereits kurz vor 8 Uhr kamen die ersten Kunden und wählten aus der bunten Palette ihren Advents- oder Türkranz aus. Traditionelles wie modernes, alles war zu finden und die Nachfrage war gross.

 

Wir sind mit dem Verkauf sehr zufrieden und danken unsern Neu- und Stammkunden ganz herzlich für ihren Einkauf. Den Erlös haben wir der Stiftung Lebensfreude, Frauenfeld überwiesen.

 

Gerda Hübner


Herbstmittagessen 2019

Das Herbstmittagessen ist bereits wieder Geschichte. Gegen 140 alleinstehende Frauen waren der Einladung des Frauenvereins gefolgt und fanden sich schon frühzeitig im herbstlich dekorierten Traubensaal ein. Zusammen mit dem Trauben-Team bedienten die Vorstandsfrauen engagiert die Gäste und verwöhnten diese mit einem feinen Drei-Gang-Menü aus der Traubenküche.

  

Leider war das Herbstmittagessen unser letzter Anlass mit Olivia und Jürg Langer im Trauben. Als Dank für die jahrelange Gastfreundschaft erhielt das Wirtepaar einen kleinen Blumenstrauss und einen Gutschein für eine Dekoration in ihr neues Heim. Herzlichen Dank für alles!

Fröhliche Stimmung kam auf als die „Lehrermusig“ aus Bütschwil die Bühne betrat. Die drei Männer gaben ein Potpourri vom feinsten. So sangen sich die Musiker in die Herzen der Anwesenden. Es durfte mitgesungen und auch mitgeschunkelt werden. Mit einem kräftigen Applaus bedankten sich die Seniorinnen herzlich. Zum Schluss gab es noch Kaffee und Rüblikuchen. In Erinnerung bleibt ein schöner, gelungener Tag der bereits zum 19. Mal stattfand.

 

Brigitte Vonwiller


Herbstspaziergang nach Märstetten zum Kaffee-Erlebnis

Herbstliche Impressionen vom Spaziergang


Dankesausflug ins SRF Fernsehstudio

Der Gemeinnützige Frauenverein Weinfelden lud in diesem Jahr alle ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer zu einem Dankeschön-Ausflug ins Fernsehstudio Leutschenbach nach Zürich ein. Gegen 80 freiwillige Helferinnen und Helfer nahmen an dem Anlass teil. Zwei Apfelcars der Firma Madörin brachten uns zu unserem Ziel in Zürich-Oerlikon. Erwartungsvoll trafen wir im SRF Studio ein. Dort wurden wir im Fernsehgarten mit Kaffee, feinen Cakes und fruchtigen Cocktails herzlich empfangen. Bei schönstem Herbstwetter konnten wir diese Stärkung geniessen, bevor uns dann die vier Guides zur Führung durch das Gebäude abholten. Die verschiedenen Räume und die langen Gänge beeindruckten uns sehr. Trepp auf Trepp ab ging es in die verschiedenen Aufnahmestudios. Vor allem die Grösse des Studios der Sendung Arena überraschte uns. In Wirklichkeit ist der Raum viel kleiner als er im Fernsehen scheint. Auch das Tagesschau Studio ist für alle sehr interessant mit all seiner Technik und Elektronik. Ein paar mutige Besucherinnen und Besucher konnten gleich selber testen, ob für sie allenfalls noch eine Karriere als Tagesschausprecher in Frage käme. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert von der Führung und werden wohl in nächster Zeit etwas genauer hinsehen, wenn sie Sendungen aus den Zürcher Studios schauen.

 

Nach 90 Minuten durch die grossen Hallen des Fernsehstudios SRF hatten sich dann alle Besucherinnen und Besucher ein feines Nachtessen im Fernsehrestaurant verdient. Das italienische Menu mit dem passenden Wein liessen sich alle gerne munden. Anschliessend hiess es dann „Einsteigen bitte“ und gegen 21.00 Uhr traf  die ganze Reiseschar zufrieden wieder in Weinfelden ein.

 

Brigitte Vonwiller


Der Frauenverein am Wyfelder Fritig

Verschenken Sie Blumen - Das war das Motto an diesem Abend.

Die Blumenfrauen kamen kaum nach mit Sträusschen machen, so viele Menschen wollten Freunden oder Angehörigen eine kleine Freude bereiten. Die Blumengrüsse wurden dann von den fleissigen Velokurieren noch am selben Abend an die Beschenkten ausgeliefert. 


Ausflug ins alte Zeughaus Teufen am 26. August 2019

Pas de deux – verwebte Inspiration

Vorbei an vielen frisch gemähten Emdwiesen fuhr eine muntere Frauengruppe Richtung Appenzellerland. Zügig tuckerte das Appenzellerbähnlein durch die hügelige Landschaft und bei regem Austausch und Fachsimpeleien über laufende Projekte erreichten wir im Nu Teufen. Ein kurzer Spaziergang führte uns zum alten Zeughaus, das seinerseits ein eindrückliches Monument seiner Zeit darstellt. Der elegante, klassizistische Bau empfing einst über die Südtreppe Zivilisten und entliess sie über die Nordtreppe als frisch ausstaffierte Soldaten.

Heute ist das Haus Museum und Ausstellungsort. Unser Interesse galt der Ausstellung «Pas de deux» von der «Roten Kette», einer Gruppe Ostschweizer Handweberinnen. Jede der 8 Weberinnen hat sich mit einem Künstler/einer Künstlerin oder einer Fachperson aus einem anderen kunsthand-werklichen Bereich auf ein Thema geeinigt und mit ihm/ihr ein Projekt realisiert. So trafen sich die Figuren eines Figurentheaters mit wunderschön farblich abgestimmten Babytragtüchern. Ausgewählte Keramik stand auf sehr modern anmutenden Leinengeweben mit interessanten, linearen Mustern und erzeugten einen japanischen Touch. Zeichnungen von Felsmustern aus dem Alpstein widerspiegelten sich in aparten Herrenhemden, gewoben aus feinem Stickerei Garn. Die Verwendung eines speziellen Kamms ermöglichte wunderschöne, dreidimensionale Panels aus Leinen, die umspielt wurden von geschliffenen Astgabeln, die dieselben Schwunglinien aufwiesen wie das Gewebe.

In leuchtenden Schals erblickten wir das Werk von Lis Surbeck, der Weinfelder Weberin. Die weichen Schals bestanden z.B. aus Kaschmir und Seide und waren mit Pflanzen wie z.B. Efeu und Brennnessel gefärbt. Und wer hätte geahnt, dass Apfelrinde ein ganz intensives Gelb ergibt? In der Zusammenarbeit einer Weberin mit einer Modedesignerin entstanden aparte Schals, die sich selbst drapieren und Jacken ohne Nähte. Collagebildchen mit Küchenobjekten begleiteten die fröhlich bunte Küchenwäsche aus Baumwolle.

Erfüllt von den wundervollen Eindrücken, die die kreativen, innovativen Gewebe und Farben bei uns hinterliessen, widmeten wir uns nach einem erfrischenden Drink der Grubenmann-Ausstellung im imposanten Dachstock des Gebäudes. Die Baumeisterfamilie Grubenmann aus Teufen hat im 18. Jahrhundert viele meisterhaft konstruierte Brücken und Kirchen gebaut, in der ganzen Ostschweiz und sogar in Lindau. Die Holzmodelle beeindrucken durch ihre Komplexität und Ästhetik, erstellt in einer Zeit, wo mehr auf Erfahrung und Intuition gebaut werden musste als auf Berechnung. Das Kabinett mit den Bildern des Teufener Malers Hans Zeller rundete den lohnenswerten Zeughausbesuch ab.

 

Ein erbaulicher, inspirierender Nachmittag, herzlichen Dank der Organisatorin.

 

Marianne Zweifel


Bring- und Holtag vom 14. und 15. Juni 2019

Nein, eine Klarinette war dieses Jahr am Bring- und Holtag leider nicht dabei. Trotzdem wurde die Musikliebhaberin für ihr Warten an der Abschrankung beim Werkhof der Gemeinde Weinfelden belohnt. Sie fand auf einem der voll beladenen Warentische einen „Ministrandstuhl“, Modell Werkunterricht Sekundarschule. Damit wird sie sich beim nächsten Klassik-Openair-Konzert und vermutlich auch bei anderen Gelegenheiten die Wartezeit etwas bequemer einrichten können.


Auch am diesjährigen Bring- und Holtag war Openair-Wetter angesagt. Dennoch hatte man den Eindruck, dass eher weniger Menschen entlang der Abschankung auf das Pfannendeckelsignal zur Eröffnung warteten. Gleichwohl waren dann wie immer innerhalb kürzester Zeit die meisten Objekte in mitgebrachten Taschen verstaut oder grössere Errungenschaften am Rand des Platzes für den späteren Abtransport platziert. Manch ein Gegenstand wurde vom neuen Besitzer ganz neuen Bestimmungen zugeführt, so zum Beispiel der Brotkasten mit dem Klappdeckel, der in Zukunft das Katzenfutter vor unerwünschten Fliegen schützen wird. So haben wieder ganz viele Dinge einen neuen Platz erhalten und können dort nochmals nützliche Dienste leisten.

Der Dank geht auch dieses Jahr wieder an die Gemeinde Weinfelden für die Infrastruktur, die Werbung und auch die personelle Unterstützung sowie an die fleissigen Helferinnen vom Gemeinnützigen Frauenverein, die für die Annahme der Gegenstände sowie das Vorbereiten der Warentische zuständig waren.

 

Cornelia Brechbühl Streuli


Führung im Napoleonmuseum Arenenberg vom 8. Mai 2019

Fast hätten wir ihn übersehen, den Mann in der Uniform eines Dienstboten. Er hat sich im Salon noch kurz in einen bequemen Armsessel gesetzt, um der Musik „seiner Reine Hortense“ zu lauschen und ist dabei tatsächlich eingenickt. Aufgeweckt durch die ankommenden Besucherinnen vom Frauenverein Weinfelden ist er jedoch sofort auf den Beinen und bereit, seine Gäste höflich zu begrüssen und sich kurz vorzustellen. Er, Charles Thélin (alias Hubi Zweifel), war der ergebene persönliche Diener von Königin Hortense. Mit viel Charme und einem „Accent francais“ beginnt er seine Erzählungen mit dem „Baumstamm, ähh Stammbaum“ auf einer grossen Tafel an der Wand des ersten Raums. „Très compliqué“ meint Charles, aber er versucht es trotzdem. Königin Hortense war die Stieftochter und gleichzeitig die Schwägerin von Napoleon Bonaparte; Stieftochter, weil Tochter von Königin Joséphine, der ersten Frau von Napoleon und Schwägerin, weil Hortense mit dem Bruder von Napoleon verheiratet war. Weiter führt uns der königliche Diener dann durch die verschiedenen Räume des Schlosses und erzählt vom „Petit Ouioui“, Louis Napoleon, dem späteren Kaiser Napoleon III von Frankreich. Der Sohn von Königin Hortense war hier im Schloss aufgewachsen. Er soll sogar Thurgauer Dialekt gesprochen haben. Seine Liebe galt, wie es zu jener Zeit üblich war, der Jagd. Aber auch die jungen Damen der Region hatten es ihm angetan.

 

Der nächste Raum ist das Esszimmer. Dort ist der Tisch festlich gedeckt mit Porzellan, das mit einem wunderbaren Goldrand verziert ist. Hier verrät uns Charles, weshalb es im Schloss keine Küche gebe. Die Königin liebte zwar das regionale Essen, nicht aber die intensiven Küchendüfte. So wurde das Essen über den Hof ins Esszimmer getragen und auf Stövchen warmgehalten. Zum Schluss der Führung führt uns Diener Charles noch in den ersten Stock des Schlosses, ins helle Schlafzimmer von Königin Hortense. Dieses Zimmer mit den grossen Fenstern und Blick auf den Bodensee war für lange Zeit das Krankenzimmer und später der Ort, wo Hortense nach langer Krankheit starb.

 

Anschliessend an die Führung wäre eigentlich noch Zeit gewesen für einen Rundgang durch den herrlichen Schlosspark. Das Wetter lud jedoch nicht gerade dazu ein und so traf man sich im Bistro Napoleon, gleich neben dem Schloss, zu Kaffee und Kuchen und zum gemütlichen Beisammensein, bevor dann die Reise per Postauto wieder zurück nach Weinfelden ging.

 

Cornelia Brechbühl Streuli


Geburtstagsfeier für die 90- und 100-jährigen Jubilarinnen und Jubilare

Auf den letzten Sonntag im April luden der Gemeinnützige Frauenverein, der Musikverein und das Alterszentrum Weinfelden zur traditionellen Jubilarenfeier ein. Eine Hundertjährige und 21 Personen, welche im Jahr 2019 ihren 90. Geburtstag feiern dürfen, versammelten sich im Alterszentrum Weinfelden zusammen mit ihren Angehörigen zu einer schönen Feier. Der Musikverein Weinfelden eröffnete den feierlichen Anlass mit frohen Klängen. Anschliessend überbrachte Gemeinderätin Ursi Senn im Namen der Gemeinde Weinfelden den Jubilarinnen und Jubilaren die besten Wünsche zu ihrem hohen Wiegenfest. Sie gratulierte von ganzem Herzen und zitierte: "Viele Jahre liegen hinter Ihnen. Sie haben viel gesehen und erlebt." Ursi Senn liess die Jahre von 1919 bis heute Revue passieren und blätterte dazu im Fotobuch. Da gibt es schwarz-weiss Fotos des ersten Schultages, Bilder vom zweiten Weltkrieg, der späteren Berufsausbildung bis zur Hochzeit, dann die Farbfotos der eigenen Kinder oder sogar digitale Bilder von Enkelkindern. Und heute, im Jahr 2019 feiern die Geburtstagskinder ihren 90. oder 100. Geburtstag. In diesen vielen Jahren ist die Welt eine andere geworden. Dazumal war man noch mit Ross und Wagen unterwegs, heute kann man sich das Auto aus dem Alltag nicht mehr wegdenken.

 

Mit weiteren festlichen Melodien gratulierte der Musikverein den „Geburtstagskindern“. Mit einem guten Tropfen Wein und einer Packung Gottlieber Hüppen beschenkte der Gemeinnützige Frauenverein alle Jubilarinnen und Jubilare. Nach der offiziellen Feier wurde ein Gruppenfoto gemacht, das später allen Jubilaren zur Erinnerung zugestellt wurde. Endlich durften alle Geladenen an den schön gedeckten Tischen den feinen Z’vieri, offeriert vom Alterszentrum Weinfelden, geniessen. Die Vorstandsfrauen des Gemeinnützigen Frauenvereins waren den ganzen Nachmittag um das Wohl der Gäste besorgt. Angeregte Gespräche in netter

Gesellschaft rundeten den würdigen Anlass ab.

 

Brigitte Vonwiller


Jahresversammlung vom 24. April 2019

Der Vorstand mit den bestätigten und neu gewählten Mitgliedern
Der Vorstand mit den bestätigten und neu gewählten Mitgliedern

Ja, das kommt nicht alle Tage vor. Da müssen doch tatsächlich noch zwei Stapel zusätzliche Stühle in den Traubensaal gerollt und zu den bereits in Reih und Glied stehenden Artgenossen gestellt werden. Dies ist dann auch der Grund dafür, dass die Präsidentin das angesagte Programm, die Jahresversammlung des Frauenvereins Weinfelden, erst mit ein paar Minuten Verspätung einläuten kann. So begrüsst Vreni Koch alle anwesenden Vereinsmitglieder und die geladenen Gäste herzlich – notabene an diesem Abend alles Frauen. Dieser Umstand ist es dann, der später am Abend dem einzigen Mann im Saal ein bisschen Herzklopfen bereiten sollte. Doch dazu später mehr.

 

Die Szenen 1 bis 7 sind dann schnell gespielt: Begrüssung, Protokoll, Jahresbericht usw. Erst bei Szene 8, Demissionen/Wahlen, verlangsamt sich der Rhythmus etwas. Vreni Jäger, Kassierin und Viola Otto, Brocki, zwei langjährige Vorstandsmitglieder, haben ihren Rücktritt aus dem Vorstand eingereicht. Sie werden von Vreni Koch mit lieben Worten und einem Blumenstrauss verabschiedet. „Wie ein Wunder“, so berichtet die Präsidentin dann, kam es ihr vor, als sie auf der Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern von Esther Stokar die Zusage für ihr Engagement im Vorstand erhielt. Auch über die zweite Zusage ist die Freude gross. Bei Denise Topak kam die Anfrage für die Rolle als Kassierin ebenfalls genau im richtigen Moment, so dass der Vorstand jetzt wieder komplett ist und bereit für das nächste Vereinsjahr. „Auf Wiedersehen in der Brocki“ – so endet die kurze Vorstellung der neuen Brocki-Leiterin Marlies Schenkel. Sie hat bereits seit einiger Zeit in der Brocki-Crew mitgearbeitet und übernimmt nun die Leitung von Viola Otto. Tatkräftig unterstützt wird sie von der bisherigen Brocki-Assistenz Barbara Kämpfer.

 

Somit sind wir bei Szene 9 angelangt: Mitteilungen und Umfragen. Da hat Ursi Senn-Bieri als Vertreterin des Gemeinderates und seit diesem Abend stolze Trägerin des Titels „Spielplatzministerin“ gute Nachrichten. Das Projekt Generationenspielplatz ist auf gutem Wege. Dank der finanziellen Unterstützung durch den Frauenverein und die Stiftung „Hopp-la“ ist geplant, auf zwei Weinfelder Spielplätzen begegnungsfördernde Spielgeräte aufzustellen. Nach dieser schönen Ankündigung folgen noch ein paar Informationen der Präsidentin. Darauf bedankt sich Vreni Koch bei ihren Kolleginnen für die Zusammenarbeit und setzt gerade dazu an, die Versammlung zu schliessen, da ertönt ein dramatisches „Stopp“ und unterbricht die Präsidentin. Priska Schneider hat diesen Moment abgewartet, um sich im Namen des Vorstandes ganz herzlich bei Vreni Koch für ihr grosses Engagement und die Hingabe für den Frauenverein zu bedanken. Nach diesem Intermezzo ist es jedoch wirklich Zeit für die Pause – wiederum mit wunderbaren Häppchen aus der Traubenküche.

 

Nach der Pause übernimmt Franz Xaver Isenring die Hauptrolle und gesteht grad zu Beginn, dass er beim Anblick des ausschliesslich weiblichen Publikums schon recht nervös geworden sei. Unterdessen habe sich das jedoch wieder gelegt und im Moment fühle er sich richtig wohl. Die Rolle als Geschichtenerzähler – heute Abend über das ehemalige Hotel Krone mitten im Zentrum von Weinfelden – liegt dem Protagonisten sichtlich. Da gibt es unzählige Geschichten über die Familie Seeger. Diese führte das Gasthaus über verschiedene Generationen hinweg. Erwähnenswert ist sicher, dass damals das Gasthaus 364 Tage im Jahr geöffnet hatte und nur am Karfreitag geschlossen war. Dann nämlich fuhr die ganze Familie nach Luzern zum Löwendenkmal. Dass das Hotel Krone sogar über die Landesgrenzen hinweg bekannt war, lag wohl einerseits an seiner Lage (an der Route Mailand – Konstanz), aber auch am grossen Saal, dem einzigen in der Region zu dieser Zeit. Im Krone-Saal fanden Tanzabende, Hochzeiten, Versammlungen, Konzerte, Theater und vieles mehr statt. Besonders zu erwähnen ist hier sicher das Gastspiel der Mailänder Scala. Aber auch sonst verkehrten zahlreiche Berühmtheiten aus Theater, Film und Politik und sogar ein Bischof in der Krone. Festgehalten sind diese Persönlichkeiten mit Rang und Namen im Gästebuch der Familie Seeger, welches der Sohn der ehemaligen Besitzerfamilie vor einiger Zeit dem Weinfelder Bürgerarchiv übergeben hat. Mit dem „Hammerbild“, einem Foto von General Guisan auf dem Weg ins Hotel Krone Weinfelden, beendet Franz Xaver Isenring die aussergewöhnliche Geschichte über dieses besondere Gasthaus. Ob wir heute Abend statt im Traubensaal im Saal des Hotel Krone sitzen würden, wenn die Geschichte der Krone anders ausgegangen wäre? Diese Frage können wir nicht beantworten. Wie wir alle wissen, wurde das Hotel Krone 1968 abgerissen und an seiner Stelle der Neubau für den Coop im Zentrum von Weinfelden erstellt.

 

Cornelia Brechbühl Streuli


Kaffee und Kuchen im Alterszentrum Weinfelden am 10. April 2019

Was darf’s denn sein? Schwarzwälder-, Kirsch- oder vielleicht ein Stück Fruchttorte? Und, um es gleich

vorwegzunehmen: Der Favorit an diesem Nachmittag war die Kirschtorte.

Auch dieses Jahr hatte der Gemeinnützige Frauenverein Weinfelden die Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums Weinfelden zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Im Service standen drei Vorstandsfrauen, die zwischendurch noch von den Vereinsfrauen in der Cafeteria unterstützt wurden. Dies war auch nötig, denn wegen der grossen Gästeschar gingen schon bald einmal die Kuchengabeln aus. Da wurden dann schleunigst alle leer gegessenen Teller samt Kuchengabeln eingesammelt, abgewaschen und für die „zweite Schicht“ wieder bereitgestellt.

Dieses logistische Detail blieb jedoch sicherlich weitgehend unbemerkt bei den Gästen. Diese genossen den Kuchenplausch und das Zusammensein mit anderen Bewohnerinnen und Bewohnern sehr. Immer wieder wurden die feinen Torten gelobt. Ein paar ganz „süsse Mäuler“ bestellten sogar noch eine zweite Portion – logisch – Kirschtorte.

 

Cornelia Brechbühl Streuli