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Jahresversammlung, Dienstag 29. Juni 2021 im Alterszentrum Weinfelden

Ein Lächeln kostet nichts, aber es gibt viel.

Es macht den reich, der es bekommt, ohne den, der es gibt, ärmer zu machen.

Es dauert nur einen Augenblick, aber die Erinnerung bleibt - manchmal für immer.

 

Mit diesem Gedicht beginnt die Präsidentin Vreni Koch die diesjährige Jahresversammlung des Gemeinnützigen Frauenvereins Weinfelden – es ist ihre letzte. “Nach neunjähriger Tätigkeit im Vorstand, davon sechs Jahre als Präsidentin, trete ich von der Brücke ab“ – so schreibt Vreni Koch im Vorwort zum Jahresbericht 2020. Sie ist dankbar für die vielen wertvollen Menschen und die wichtigen Institutionen, die sie in dieser Zeit kennenlernen durfte. Besonders freut es sie, dass Esther Stokar, die Vizepräsidentin des Vereins, das Steuer des Vereinsschiffes nun übernehmen wird und wünscht ihr und dem Vorstand eine sturmfreie Fahrt und viel guten Wind. Die designierte Präsidentin stellt sich dann den 66 anwesenden Frauen (6 Gäste und 60 Mitglieder) gleich selber vor. Zu ihren Hobbys zählt sie unter anderem Kuriositäten wie Raupen züchten, Meditieren und Jäten. Ihre Motivation für die Vereinsarbeit ist das Interesse an Menschen und ihren Geschichten und sie möchte für möglichst viele gute und schöne solcher Geschichten sorgen. Nach der Wahl darf Esther Stokar dann auch zwei wichtige Requisiten für ihre neue Aufgabe entgegennehmen: Das antike Glöggli und – etwas banaler – den Schlüssel zum Postfach.

 

Viel Papier – so viel, dass man vermutlich ganz Weinfelden damit würde auslegen können – haben die beiden Frauen vom Mahlzeitendienst bearbeitet. Nelly Meile und Susi Horber hatten die Leitung dieses wertvollen Dienstes bis Ende Jahr inne und diese Aufgabe immer mit viel Engagement und Herzblut geleistet. Dafür bedankt sich die Präsidentin ganz herzlich bei den beiden. Zusammen mit Monika Wittwer, der neuen Leiterin des Mahlzeitendienstes, wird Vreni Koch nun selber in diesem Dienst aktiv sein und die Rechnungsführung übernehmen. Danach informiert Esther Stokar über den Verein „Zeitgut“. Dieser neu gegründete Verein organisiert Nachbarschaftshilfe in Weinfelden. Er bringt Menschen zusammen, die entweder Unterstützung anbieten könne oder aber gerne im Alltag in gewissen Bereichen Unterstützung benötigen. Der Frauenverein hat sich entschieden, dem Verein als Kollektivmitglied beizutreten. Somit können alle Mitglieder die Dienste von „Zeitgut“ als Gebende oder Nehmende nutzen. Weitere Informationen mit einem Anmeldeformular für „Zeitgut“ erhalten alle Mitglieder mit dem jährlichen Herbstbrief. Die Leiterin der Vermittlungsstelle, Jacqueline Baumann, stellt sich dann kurz vor.

 

Doris Brüschweiler, Präsidentin des Familienzentrums, hat die Bedeutung von Frauenpower genauer studiert und die gefundene Definition von Kraft, Stärke und Macht der Frauen noch ergänzt mit Herz und Bescheidenheit. Erst diese Kombination trifft für sie für die Powerfrauen des Frauenvereins zu und sie bedankt sich bei der Präsidentin und dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Auch Heidi Güttinger vom Verwaltungsrat des Alterszentrums Weinfelden unterstreicht einmal mehr die wertvolle Arbeit des Frauenvereins in diesem Haus: „Ihr Frauen seid Gold wert!“

 

Darauf machen sich dann die Vorstandskolleginnen der Präsidentin bereit für ihren Einsatz. Sie haben sechs kunstvoll verzierte Buchstaben für ein Worträtsel vorbereitet. Bevor jedoch die scheidende Präsidentin mit Hilfe dieser Buchstaben das Ziel ihres Abschiedsgeschenkes erraten kann, tragen die Vorstandsfrauen zu jedem Buchstaben einen kleinen Text mit Hinweisen zum Geschenk oder mit Dank und guten Wünschen vor. Die Buchstaben E – A – L – F – X – T werden dann von der fixen Präsidentin in Rekordzeit zu Fextal kombiniert – dorthin darf sie zu ihrem Ruhestand in einen Kurzurlaub verreisen. Nach getaner Arbeit hat dann nicht nur die Präsidentin eine Pause verdient. Der vom Alterszentrum vorbereitete Apéro ist wiederum eine Augen- und Gaumenfreude und die quirlige Floh – pardon Dr. Floh – bringt bereits vor ihrem eigentlichen Auftritt die Anwesenden zum Schmunzeln.

 

Liz Montenone, alias Dr. Floh, ist Traumdoktor der Stiftung Theodora und erzählt mit viel Humor und Herz von ihren Begegnungen mit Kindern und deren Eltern im Spital. Sie erzählt vom Musizieren und Singen für die kleinen Patienten auf der Neonatologie und dass die Musik nachweislich auch bei schlafenden Kindern eine positive Wirkung auf ihr Wohlbefinden hat. Auch die Geschichte mit dem blinden Mädchen beeindruckt. Spontan wird ihr Bett zu einem Schiff, mit dem sie zu einer einsamen Insel segelt, um dort rosarote Meerschweinchen mit schwarzen Tupfen anzutreffen. Zwischen den Berichten über die Begegnungen mit den kleinen Patienten und Patientinnen zaubert Dr. Floh Bananen und kleine Bälle hervor und wieder weg oder schimpft ein bisschen mit dem vorwitzigen, grunzenden Schwein Eberhard. So hat Dr. Floh an diesem Abend auch auf unsere Gesichter viele Lächeln gezaubert und der Kreis zum Gedicht zu Beginn des Abends ist nun geschlossen.

 

Cornelia Brechbühl Streuli

Maibummel zu Gansners nach Rothenhausen, Mittwoch 26. Mai

Zwar ist eher April- statt Maiwetter, als sich 10 wetterfeste Frauen beim Rathausbrunnen treffen. Bunte Regenjacken und Schirme, falls die grauen Wolken undicht werden, sind unsere Ausrüstung, und so marschieren wir unter der Führung von Cornelia Brechbühl los Richtung Süden. Ein wichtiger Aspekt der Ausflüge des Frauenvereins ist sicher auch die Gelegenheit, sich mit anderen Frauen auszutauschen, ungezwungen zu plaudern. Das hat man in letzter Zeit doch hin und wieder vermisst….

So läuft sich’s fast wie von selber, schon sind wir über den Ganggelisteg. Wir folgen dem Wanderweg, durch den Wald und über die Felder bei Rothenhausen. Im Dorf finden wir schnell das grosse Haus des Ehepaars Gansner: Ehemals Bauernhof, Restaurant «Sunnegg» und Poststelle in einem. Nun wohnen Margrith und Fredy dort und geben uns gern einen Einblick in ihr interessantes Reich.

Fredy zeigt uns das «Bauernmuseum», einen ehemaligen Pferde- und Hühnerstall, den er hübsch umgebaut und eingerichtet hat. Seit Jahren hat er Gegenstände aus dem bäuerlichen Umfeld gesammelt, auch aus seiner Heimat im Prättigau, welche sich nun in den zwei Räumen thematisch geordnet schön präsentieren: Werkzeuge aus Stall und Scheune, aus Schreiner- und Schusterwerkstätten, aber auch aus der Waschküche und der Küche, alles aus nachhaltigen Materialien – würde man heute sagen! Ob Wurstmaschine oder Butterfass, ob Kummet oder Dängelibank, Fredy kennt die meisten Dinge aus seiner eigenen Vergangenheit, und zu vielen erzählt er eine kleine Geschichte. Erzählen liegt ihm sehr, das merken wir beim anschliessenden üppigen Zvieri. Seine Frau Margrith hat alle Register gezogen und uns nach der Führung durch den sehr gepflegten Garten Eingeklemmte, Süssmost, Kaffee und drei (!) selbstgebackene Kuchen aufgetischt!

Zum Schluss berichtet uns Fredy die Geschichte von der verhinderten Auswanderung seiner Familie und von seinen Erfahrungen auf Einsätzen in Südamerika und Kamerun. Dorthin fliesst der Inhalt des Kässelis, das die Gansners aufgestellt haben und welches wir gerne füttern. Danke, liebe Margrith und Fredy, für den interessanten Nachmittag!

 

Veronika Portmann

Adventsverkauf 2020

Ende November durften wir wieder die „Adventskranztage“ vom Gemeinnützigen Frauenverein im Atelier von Nicole Graf durchführen. Die zahlreichen „Kranzerinnen“ waren  sehr kreativ. Es wurde schöpferisch gearbeitet, gelacht, geplaudert und die Gemeinschaft gepflegt. Dabei sind wunderbare adventliche Kränze und Gestecke entstanden. Es war eine Augenweide!

 

Am Samstag vor dem 1. Adventsonntag haben wir die weihnächtlichen Dekorationen vor der Brocki zum Verkauf angeboten. Unser Sortiment wurde mit feinen, selbstgemachten Konfitüren ergänzt. Das Verkaufsteam war überrascht, wie schnell die Verkaufstische leergeräumt waren. Am Schluss hatten wir alle Dekorationen verkauft. Es wurde ein Reingewinn von Fr. 1700.00 erwirtschaftet. Mit diesem  Betrag werden wir zwei Pflegeheime in Weinfelden unterstützen. So kann den Bewohnern in dieser schwierigen Zeit etwas Spezielles geboten werden.

Wir wünschen allen eine gute Adventszeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest.

 

Gerda Hübner


Herbstspaziergang

Der Start zum diesjährigen Herbstspaziergang war wie üblich beim Rathausbrunnen. 13 Frauen machten sich von dort aus auf einen rund einstündigen Spaziergang mit dem Ziel Villa Schaad. Es ging vorbei an witzigen Zwergen, einer Mäusehöhle, einer Steinwiese  und noch vielen weiteren gestrickten Überraschungen entlang des Wegs - alles kleine Kunstobjekte, die Regula Schmid mit ihrem Team anlässlich der Modeschau als Strickweg platziert hatte.

Dazwischen hatte man auch immer wieder Gelegenheit die Aussicht auf den Säntis und die Churfirsten zu geniessen und sich an den wunderbaren Herbstfarben in der Natur zu erfreuen. 

Am Ziel erwartete uns dann Patricia Röthlisberger in der stilvollen Villa Schaad zum Ausklang mit Kaffee und Kuchen. 


Kinderflohmarkt

Der Frauenverein hat sich dieses Jahr mit einem Kinderflohmarkt am Weinfelder Ferienpass beteiligt. Die kleinen Marktfrauen und Marktmänner brachten ihre nicht mehr benutzten Spiele, Puzzle, Lego etc. mit und boten ihre Schätze der Kundschaft an. Zwischendurch gingen sie auch selber auf Einkaufstour. Zum Zvieri erhielten die Kinder von den Organisatorinnen einen warmen Punsch und Schoggi- und Speckbrötli. 


Geburtstagsfeier für die 90- und 100-jährigen Jubilarinnen und Jubilare und Herbstmittagessen

Leider musste dieses Jahr Corona bedingt die Geburtstagsfeier für die 90- und 100-jährigen Jubilarinnen und Jubilare abgesagt werden. Glücklicherweise gingen jedoch die diesjährigen Geburtstagskinder nicht ganz leer aus. Die Vorstandsfrauen haben nämlich den zweiund-dreissig 90-Jährigen Jubilarinnen und Jubilaren das Geburtstagstäschli für einmal persönlich vorbei-gebracht.

Jedes Jahr im Herbst werden alle über 70-jährigen, alleinstehenden Frauen in Weinfelden vom Frauen-verein zu einem feinen Mittagessen eingeladen. Leider kann auch dieser Anlass dieses Jahr nicht stattfinden. Der Vorstand hat sich jedoch entschieden, dem Absagebrief eine kleine Überraschung beizulegen. Die 660 Frauen erhalten nämlich ein kleines Teegeschenk, von den Vorstandsfrauen an zwei Nachmittagen hergestellt. Es sind zwei Teebeutel mit dem Rat, den Tee doch gemeinsam mit einem lieben Menschen zu geniessen.


Jahresversammlung vom 19. August im Alterszentrum Weinfelden

Die Präsidentin Vreni Koch zeigte sich äusserst erfreut über die überraschend grosse Anzahl Frauen, die sich an diesem Abend im Alterszentrum Weinfelden eingefunden hatten. Mit 55 Mitgliedern und Gästen waren es mehr als die Hälfte der üblichen Anwesenden und somit doch ein schönes Zeichen der Verbundenheit und Wertschätzung in dieser besonderen Zeit. Nach der Begrüssung führte die Präsidentin zügig durch die Versammlung und so wurden das Protokoll der letztjährigen Jahresversammlung, der Jahresbericht und die Rechnung verabschiedet und mit Applaus verdankt. Trotz Zeiten der Gutscheine, wie die Vizepräsidentin Esther Stokar scherzhaft bemerkte, überreichte sie dann der Präsidentin als Dank für ihren unermüdlichen Einsatz für den Frauenverein keinen solchen, sondern eine Flasche edles Olivenöl.

 

Unter dem Traktandum Wahlen musste Vreni Koch leider einen Rücktritt verkünden. Priska Schneider hat sich entschieden, aus dem Vorstand auszutreten. Glücklicherweise wird sie dem Frauenverein jedoch weiterhin in der Brocki und in der Cafeteria im Altersheim ihre wertvollen Dienste zur Verfügung stellen. Priska, ein grosses Dankeschön für deine Arbeit im Vorstand. Als Nachfolgerin wurde Veronika Portmann gewählt. Sie ist sozusagen ein alter Hase - äxgüsi – eine alte Häsin, wenn es um den Frauenverein geht. Sie engagiert sich bereits seit einiger Zeit in verschiedenen Diensten und hat auch schon an einigen Vorstandssitzungen teilgenommen. Anschliessend wurde der Vorstand in globo wiedergewählt.

 

Unter Verschiedenes informierte die Präsidentin unter anderem darüber, dass Marlies Schenkel, die bisherige Leiterin der Brocki, aus privaten Gründen die Leitung wieder an ihre Vorgängerin abgibt. Viola Otto freut sich sehr darauf, die Brockileitung wieder zu übernehmen. Auch bei der Leitung des Mahlzeitendienstes zeichnet sich ein Wechsel ab. Die langjährigen Organisatorinnen Nelly Meile und Susi Horber werden die Leitung per 31. Dezember 2020 abgeben. Als Nachfolgerinnen werden Monika Wittwer (Organisation) und Vreni Koch (Rechnungswesen) den Mahlzeitendienst weiterführen. Bereits während dem Lockdown hatte Monika Wittwer im Auftrag der Gemeinde die Organisation des Mahlzeitendienstes mit Freiwilligen übernommen, da die meisten der langjährigen Fahrerinnen und Fahrer zur Risikogruppe gehörten.

 

Eigentlich wäre am Samstag 22. August die Einweihung der beiden Generationenspielgeräte auf den Spielplätzen Wilerstrasse und Nollen geplant gewesen. Die Spielgeräte sind ein Geschenk des Frauenvereins an die Gemeinde und sind bereits seit einiger Zeit im Einsatz. Diese Einweihung kann nun jedoch wegen der aktuellen Lage nicht stattfinden. Ein drittes Gerät für den Spielplatz Schwärze ist bereits geplant und wird dann das Trio der Hopp-la Spielgeräte abschliessen. Die speziellen Spielgeräte schulen die Balance und die Geschicklichkeit und sollen zum generationenübergreifenden Teamwork zwischen Alt und Jung animieren. „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen." Mit diesem Zitat beendete die Präsidentin den offiziellen Teil der Versammlung. Corona sei zwar schon eher ein Felsbrocken, doch die Hilfsbereitschaft auch im Frauenverein in allen Diensten und das grosse Engagement in der Freiwilligenarbeit gebe dem Zitat vollumfänglich Recht.

 

Nach dem Apéro mit den vielen leckeren Häppli aus der Küche des Alterszentrums folgten dann die musikalischen Leckerbissen der Frauen-A-capellagruppe Divapella aus dem Thurgau. Die fünf jungen Frauen starteten mit einem energievollen „Stand by me“ gefolgt von weiteren englischen Songs, mit einem Abstecher ins Berndütsch mit „Scharlachrot“ von Patent Ochsner. Der Abschluss war dann ein „Männermedley“ – quasi um den fehlenden Männern an diesem Abend doch noch etwas Platz einzuräumen, so der augenzwinkernde Kommentar der Sängerin. 

 

Cornelia Brechbühl Streuli


Ausflug zur Firma Loacker in Lustenau

KUH-Bag? KUH-Bag!

Kennen Sie ihn schon, den leicht durchsichtigen Sammelsack mit KUH drauf, den patenten Bruder unseres weissen Abfallsackes? Er heisst tatsächlich wie das Tier mit den sanften Riesenaugen, wie die Kuh. KU von «KUnststoffe» und das H von «Haushalt»: Der KUH -Bag ist der praktische Sammelsack für fast alle anfallenden Kunststoffe aus unseren Privathaushalten. Der restliche Abfall wird weiterhin von uns rezykliert oder geht in den Abfallsack. Dieser füllt sich aber nun sehr viel langsamer: Die beiden Säcke sind das ideale ökologische Zweierteam!

 

Wir vom Vorstand des Frauenvereins wollten es genauer wissen, und reisten darum nach Lustenau, wo die Firma Loacker den Inhalt dieser KUH-Säcke sortiert. Die beeindruckende Menge von 40 000 Tonnen im Jahr werden dort verarbeitet, davon ca. 4000 Tonnen aus der Schweiz. 50% - 60% können dem Recycling zugeführt werden, ca. 10% unterstützen als Ersatz-Brennstoffe die beiden KVA in Bazenheid und Weinfelden. Loacker arbeitet eng mit Reycling Müller, Frauenfeld, und mit Innorecycling, Eschlikon, zusammen. Die Auftragssortierung kostet pro Tonne 120 Euro.

 

In der weiträumigen Werkhalle wirkt der riesige Bagger wie ein Spielzeug vor den farbigen Kunststoffbergen! Wir werden über Eisenleitern durch ein dreidimensionales Labyrinth von gewaltigen Förderbändern geführt. Von oben sieht das aus wie ein Werk des Künstlers M.C. Escher. Hier stimmt alles zusammen: im rotierenden Tunnel trennt sich Klein und Gross, Leicht und Schwer und rast auf getrennten Förderbändern weiter. Infrarotsensoren erkennen Material aufgrund des reflektierten Lichtstrahls und veranlassen Aufteilung nach Kunststoffarten. Vorbei geht es an ausgeklügelten Luftdruckdüsen, die bestimmte Formen oder Gewichte aussortieren, hin und her, hinauf und hinunter. Doch siehe da, am Schluss der Maschinensortierung stehen geschickte Frauen mit flinken Händen. Sie sorgen für die Erreichung der schlussendlich 98%igen Reinsortierung. Wir sind beeindruckt.

 

Was gehört nun genau in den gelben Sack und was nicht? Lesen sie weiter: www.kuh-bag.ch. Kaufen können Sie diesen sinnvollen Sack für 2 Franken das Stück an der 10er Rolle, hier in Weinfelden bei Aldi, Biosfair, in der Brockenstube des Gemeinnützigen Frauenvereins, bei Coop, KVA, Landi, Lidl und Volg. Die vollen Säcke bringen Sie zur Firma Huber, Umwelt Logistik AG, oder ins Entsorgungszentrum.

 

Esther Stokar


Winterbrunch in der Villa Schaad

Die Familie Röthlisberger hat die Villa Schaad aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt, um Interessierten und Liebhabern alter Häuser die Möglichkeit für einen Event im speziellen Rahmen zu bieten. Das haben wir genutzt und am 18. Januar einen ganz tollen Morgen mit Brunch in dieser einzigartigen Kulisse erlebt. Staunend streiften die Gäste mit dem Willkommenstrunk in der Hand durch die Räume und lobten das rund 100jährige Interieur und die wunderschöne, sehr geschmackvolle Dekoration aus Patricia Röthlisbergers Hand. Dann konnten sie sich am üppigen Frühstücksbuffet bedienen. Dieses war vom Vorstand des Frauenvereins zusammengetragen worden, und auch der Kaffee wurde von seinen Mitgliedern serviert. Da wurde schnabuliert und geplaudert, bis Vreni Brenner als Fräulein Schaad herself energisch auftrat und den Frauen in

launigen Anekdoten aus ihrem Leben und aus dem Leben des Hauses und der Firma Schaad erzählte.

 

Wir danken Patricia und Sämi Röthlisberger ganz herzlich, dass wir die wunderschönen, so liebevoll gestalteten Räume benutzen durften und sie uns tatkräftig unterstützten.

 

Veronika Portmann


Adventsmarkt

Unser wunderschön dekorierter Stand am Adventsmarkt.


Backen für den Adventsmarkt

16 fleissige Helferinnen waren am Samstag vor dem Adventsmarkt mit vollem Elan dabei wunderschöne Exemplare von Adventstännli herzustellen. Es wurde gebacken, zugeschnitten, glasiert und dekoriert. Danach wurden die Tännli in schöne durchsichtige Säckli abgepackt und dekoriert mit einem roten Band und Rezeptrolle. Es klappte alles wie am Schnürchen.

 

Am Mittag wurden wir von unserer Präsidentin Vreni Koch mit einem feinen Mittagessen verwöhnt. Frisch gestärkt ging es nach dem Mittag mit Dekorieren und Einpacken weiter. Es wurde Hand in Hand gearbeitet bis zum letzten Stück. Am Schluss wurde die Schulküche wieder in Schuss gebracht und die Adventstännli zur Lagerung ins Brocki-Archiv transportiert. Dort warten sie nun, bis zum Verkauf vom nächsten Wochenende. 

 

Priska Schneider


Kranzen / Adventsverkauf

Zahlreiche Helferinnen hatten während 2 Tagen wunderbare Dekorationen für den Advent hergestellt. Am Verkaufstag, dem 30. November konnten wir eine grosse Auswahl an Advents- und Türkränzen und festlichen Gestecken auf den zwei Verkaufstischen vor der Brocki präsentieren. Bereits kurz vor 8 Uhr kamen die ersten Kunden und wählten aus der bunten Palette ihren Advents- oder Türkranz aus. Traditionelles wie modernes, alles war zu finden und die Nachfrage war gross.

 

Wir sind mit dem Verkauf sehr zufrieden und danken unsern Neu- und Stammkunden ganz herzlich für ihren Einkauf. Den Erlös haben wir der Stiftung Lebensfreude, Frauenfeld überwiesen.

 

Gerda Hübner


Herbstmittagessen 2019

Das Herbstmittagessen ist bereits wieder Geschichte. Gegen 140 alleinstehende Frauen waren der Einladung des Frauenvereins gefolgt und fanden sich schon frühzeitig im herbstlich dekorierten Traubensaal ein. Zusammen mit dem Trauben-Team bedienten die Vorstandsfrauen engagiert die Gäste und verwöhnten diese mit einem feinen Drei-Gang-Menü aus der Traubenküche.

  

Leider war das Herbstmittagessen unser letzter Anlass mit Olivia und Jürg Langer im Trauben. Als Dank für die jahrelange Gastfreundschaft erhielt das Wirtepaar einen kleinen Blumenstrauss und einen Gutschein für eine Dekoration in ihr neues Heim. Herzlichen Dank für alles!

Fröhliche Stimmung kam auf als die „Lehrermusig“ aus Bütschwil die Bühne betrat. Die drei Männer gaben ein Potpourri vom feinsten. So sangen sich die Musiker in die Herzen der Anwesenden. Es durfte mitgesungen und auch mitgeschunkelt werden. Mit einem kräftigen Applaus bedankten sich die Seniorinnen herzlich. Zum Schluss gab es noch Kaffee und Rüblikuchen. In Erinnerung bleibt ein schöner, gelungener Tag der bereits zum 19. Mal stattfand.

 

Brigitte Vonwiller


Herbstspaziergang nach Märstetten zum Kaffee-Erlebnis

Herbstliche Impressionen vom Spaziergang


Dankesausflug ins SRF Fernsehstudio

Der Gemeinnützige Frauenverein Weinfelden lud in diesem Jahr alle ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer zu einem Dankeschön-Ausflug ins Fernsehstudio Leutschenbach nach Zürich ein. Gegen 80 freiwillige Helferinnen und Helfer nahmen an dem Anlass teil. Zwei Apfelcars der Firma Madörin brachten uns zu unserem Ziel in Zürich-Oerlikon. Erwartungsvoll trafen wir im SRF Studio ein. Dort wurden wir im Fernsehgarten mit Kaffee, feinen Cakes und fruchtigen Cocktails herzlich empfangen. Bei schönstem Herbstwetter konnten wir diese Stärkung geniessen, bevor uns dann die vier Guides zur Führung durch das Gebäude abholten. Die verschiedenen Räume und die langen Gänge beeindruckten uns sehr. Trepp auf Trepp ab ging es in die verschiedenen Aufnahmestudios. Vor allem die Grösse des Studios der Sendung Arena überraschte uns. In Wirklichkeit ist der Raum viel kleiner als er im Fernsehen scheint. Auch das Tagesschau Studio ist für alle sehr interessant mit all seiner Technik und Elektronik. Ein paar mutige Besucherinnen und Besucher konnten gleich selber testen, ob für sie allenfalls noch eine Karriere als Tagesschausprecher in Frage käme. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert von der Führung und werden wohl in nächster Zeit etwas genauer hinsehen, wenn sie Sendungen aus den Zürcher Studios schauen.

 

Nach 90 Minuten durch die grossen Hallen des Fernsehstudios SRF hatten sich dann alle Besucherinnen und Besucher ein feines Nachtessen im Fernsehrestaurant verdient. Das italienische Menu mit dem passenden Wein liessen sich alle gerne munden. Anschliessend hiess es dann „Einsteigen bitte“ und gegen 21.00 Uhr traf  die ganze Reiseschar zufrieden wieder in Weinfelden ein.

 

Brigitte Vonwiller


Der Frauenverein am Wyfelder Fritig

Verschenken Sie Blumen - Das war das Motto an diesem Abend.

Die Blumenfrauen kamen kaum nach mit Sträusschen machen, so viele Menschen wollten Freunden oder Angehörigen eine kleine Freude bereiten. Die Blumengrüsse wurden dann von den fleissigen Velokurieren noch am selben Abend an die Beschenkten ausgeliefert. 


Ausflug ins alte Zeughaus Teufen am 26. August 2019

Pas de deux – verwebte Inspiration

Vorbei an vielen frisch gemähten Emdwiesen fuhr eine muntere Frauengruppe Richtung Appenzellerland. Zügig tuckerte das Appenzellerbähnlein durch die hügelige Landschaft und bei regem Austausch und Fachsimpeleien über laufende Projekte erreichten wir im Nu Teufen. Ein kurzer Spaziergang führte uns zum alten Zeughaus, das seinerseits ein eindrückliches Monument seiner Zeit darstellt. Der elegante, klassizistische Bau empfing einst über die Südtreppe Zivilisten und entliess sie über die Nordtreppe als frisch ausstaffierte Soldaten.

Heute ist das Haus Museum und Ausstellungsort. Unser Interesse galt der Ausstellung «Pas de deux» von der «Roten Kette», einer Gruppe Ostschweizer Handweberinnen. Jede der 8 Weberinnen hat sich mit einem Künstler/einer Künstlerin oder einer Fachperson aus einem anderen kunsthand-werklichen Bereich auf ein Thema geeinigt und mit ihm/ihr ein Projekt realisiert. So trafen sich die Figuren eines Figurentheaters mit wunderschön farblich abgestimmten Babytragtüchern. Ausgewählte Keramik stand auf sehr modern anmutenden Leinengeweben mit interessanten, linearen Mustern und erzeugten einen japanischen Touch. Zeichnungen von Felsmustern aus dem Alpstein widerspiegelten sich in aparten Herrenhemden, gewoben aus feinem Stickerei Garn. Die Verwendung eines speziellen Kamms ermöglichte wunderschöne, dreidimensionale Panels aus Leinen, die umspielt wurden von geschliffenen Astgabeln, die dieselben Schwunglinien aufwiesen wie das Gewebe.

In leuchtenden Schals erblickten wir das Werk von Lis Surbeck, der Weinfelder Weberin. Die weichen Schals bestanden z.B. aus Kaschmir und Seide und waren mit Pflanzen wie z.B. Efeu und Brennnessel gefärbt. Und wer hätte geahnt, dass Apfelrinde ein ganz intensives Gelb ergibt? In der Zusammenarbeit einer Weberin mit einer Modedesignerin entstanden aparte Schals, die sich selbst drapieren und Jacken ohne Nähte. Collagebildchen mit Küchenobjekten begleiteten die fröhlich bunte Küchenwäsche aus Baumwolle.

Erfüllt von den wundervollen Eindrücken, die die kreativen, innovativen Gewebe und Farben bei uns hinterliessen, widmeten wir uns nach einem erfrischenden Drink der Grubenmann-Ausstellung im imposanten Dachstock des Gebäudes. Die Baumeisterfamilie Grubenmann aus Teufen hat im 18. Jahrhundert viele meisterhaft konstruierte Brücken und Kirchen gebaut, in der ganzen Ostschweiz und sogar in Lindau. Die Holzmodelle beeindrucken durch ihre Komplexität und Ästhetik, erstellt in einer Zeit, wo mehr auf Erfahrung und Intuition gebaut werden musste als auf Berechnung. Das Kabinett mit den Bildern des Teufener Malers Hans Zeller rundete den lohnenswerten Zeughausbesuch ab.

 

Ein erbaulicher, inspirierender Nachmittag, herzlichen Dank der Organisatorin.

 

Marianne Zweifel


Bring- und Holtag vom 14. und 15. Juni 2019

Nein, eine Klarinette war dieses Jahr am Bring- und Holtag leider nicht dabei. Trotzdem wurde die Musikliebhaberin für ihr Warten an der Abschrankung beim Werkhof der Gemeinde Weinfelden belohnt. Sie fand auf einem der voll beladenen Warentische einen „Ministrandstuhl“, Modell Werkunterricht Sekundarschule. Damit wird sie sich beim nächsten Klassik-Openair-Konzert und vermutlich auch bei anderen Gelegenheiten die Wartezeit etwas bequemer einrichten können.


Auch am diesjährigen Bring- und Holtag war Openair-Wetter angesagt. Dennoch hatte man den Eindruck, dass eher weniger Menschen entlang der Abschankung auf das Pfannendeckelsignal zur Eröffnung warteten. Gleichwohl waren dann wie immer innerhalb kürzester Zeit die meisten Objekte in mitgebrachten Taschen verstaut oder grössere Errungenschaften am Rand des Platzes für den späteren Abtransport platziert. Manch ein Gegenstand wurde vom neuen Besitzer ganz neuen Bestimmungen zugeführt, so zum Beispiel der Brotkasten mit dem Klappdeckel, der in Zukunft das Katzenfutter vor unerwünschten Fliegen schützen wird. So haben wieder ganz viele Dinge einen neuen Platz erhalten und können dort nochmals nützliche Dienste leisten.

Der Dank geht auch dieses Jahr wieder an die Gemeinde Weinfelden für die Infrastruktur, die Werbung und auch die personelle Unterstützung sowie an die fleissigen Helferinnen vom Gemeinnützigen Frauenverein, die für die Annahme der Gegenstände sowie das Vorbereiten der Warentische zuständig waren.

 

Cornelia Brechbühl Streuli


Führung im Napoleonmuseum Arenenberg vom 8. Mai 2019

Fast hätten wir ihn übersehen, den Mann in der Uniform eines Dienstboten. Er hat sich im Salon noch kurz in einen bequemen Armsessel gesetzt, um der Musik „seiner Reine Hortense“ zu lauschen und ist dabei tatsächlich eingenickt. Aufgeweckt durch die ankommenden Besucherinnen vom Frauenverein Weinfelden ist er jedoch sofort auf den Beinen und bereit, seine Gäste höflich zu begrüssen und sich kurz vorzustellen. Er, Charles Thélin (alias Hubi Zweifel), war der ergebene persönliche Diener von Königin Hortense. Mit viel Charme und einem „Accent francais“ beginnt er seine Erzählungen mit dem „Baumstamm, ähh Stammbaum“ auf einer grossen Tafel an der Wand des ersten Raums. „Très compliqué“ meint Charles, aber er versucht es trotzdem. Königin Hortense war die Stieftochter und gleichzeitig die Schwägerin von Napoleon Bonaparte; Stieftochter, weil Tochter von Königin Joséphine, der ersten Frau von Napoleon und Schwägerin, weil Hortense mit dem Bruder von Napoleon verheiratet war. Weiter führt uns der königliche Diener dann durch die verschiedenen Räume des Schlosses und erzählt vom „Petit Ouioui“, Louis Napoleon, dem späteren Kaiser Napoleon III von Frankreich. Der Sohn von Königin Hortense war hier im Schloss aufgewachsen. Er soll sogar Thurgauer Dialekt gesprochen haben. Seine Liebe galt, wie es zu jener Zeit üblich war, der Jagd. Aber auch die jungen Damen der Region hatten es ihm angetan.

 

Der nächste Raum ist das Esszimmer. Dort ist der Tisch festlich gedeckt mit Porzellan, das mit einem wunderbaren Goldrand verziert ist. Hier verrät uns Charles, weshalb es im Schloss keine Küche gebe. Die Königin liebte zwar das regionale Essen, nicht aber die intensiven Küchendüfte. So wurde das Essen über den Hof ins Esszimmer getragen und auf Stövchen warmgehalten. Zum Schluss der Führung führt uns Diener Charles noch in den ersten Stock des Schlosses, ins helle Schlafzimmer von Königin Hortense. Dieses Zimmer mit den grossen Fenstern und Blick auf den Bodensee war für lange Zeit das Krankenzimmer und später der Ort, wo Hortense nach langer Krankheit starb.

 

Anschliessend an die Führung wäre eigentlich noch Zeit gewesen für einen Rundgang durch den herrlichen Schlosspark. Das Wetter lud jedoch nicht gerade dazu ein und so traf man sich im Bistro Napoleon, gleich neben dem Schloss, zu Kaffee und Kuchen und zum gemütlichen Beisammensein, bevor dann die Reise per Postauto wieder zurück nach Weinfelden ging.

 

Cornelia Brechbühl Streuli


Geburtstagsfeier für die 90- und 100-jährigen Jubilarinnen und Jubilare

Auf den letzten Sonntag im April luden der Gemeinnützige Frauenverein, der Musikverein und das Alterszentrum Weinfelden zur traditionellen Jubilarenfeier ein. Eine Hundertjährige und 21 Personen, welche im Jahr 2019 ihren 90. Geburtstag feiern dürfen, versammelten sich im Alterszentrum Weinfelden zusammen mit ihren Angehörigen zu einer schönen Feier. Der Musikverein Weinfelden eröffnete den feierlichen Anlass mit frohen Klängen. Anschliessend überbrachte Gemeinderätin Ursi Senn im Namen der Gemeinde Weinfelden den Jubilarinnen und Jubilaren die besten Wünsche zu ihrem hohen Wiegenfest. Sie gratulierte von ganzem Herzen und zitierte: "Viele Jahre liegen hinter Ihnen. Sie haben viel gesehen und erlebt." Ursi Senn liess die Jahre von 1919 bis heute Revue passieren und blätterte dazu im Fotobuch. Da gibt es schwarz-weiss Fotos des ersten Schultages, Bilder vom zweiten Weltkrieg, der späteren Berufsausbildung bis zur Hochzeit, dann die Farbfotos der eigenen Kinder oder sogar digitale Bilder von Enkelkindern. Und heute, im Jahr 2019 feiern die Geburtstagskinder ihren 90. oder 100. Geburtstag. In diesen vielen Jahren ist die Welt eine andere geworden. Dazumal war man noch mit Ross und Wagen unterwegs, heute kann man sich das Auto aus dem Alltag nicht mehr wegdenken.

Mit weiteren festlichen Melodien gratulierte der Musikverein den „Geburtstagskindern“. Mit einem guten Tropfen Wein und einer Packung Gottlieber Hüppen beschenkte der Gemeinnützige Frauenverein alle Jubilarinnen und Jubilare. Nach der offiziellen Feier wurde ein Gruppenfoto gemacht, das später allen Jubilaren zur Erinnerung zugestellt wurde. Endlich durften alle Geladenen an den schön gedeckten Tischen den feinen Z’vieri, offeriert vom Alterszentrum Weinfelden, geniessen. Die Vorstandsfrauen des Gemeinnützigen Frauenvereins waren den ganzen Nachmittag um das Wohl der Gäste besorgt. Angeregte Gespräche in netter

Gesellschaft rundeten den würdigen Anlass ab.

 

Brigitte Vonwiller


Jahresversammlung vom 24. April 2019

Der Vorstand mit den bestätigten und neu gewählten Mitgliedern
Der Vorstand mit den bestätigten und neu gewählten Mitgliedern

Ja, das kommt nicht alle Tage vor. Da müssen doch tatsächlich noch zwei Stapel zusätzliche Stühle in den Traubensaal gerollt und zu den bereits in Reih und Glied stehenden Artgenossen gestellt werden. Dies ist dann auch der Grund dafür, dass die Präsidentin das angesagte Programm, die Jahresversammlung des Frauenvereins Weinfelden, erst mit ein paar Minuten Verspätung einläuten kann. So begrüsst Vreni Koch alle anwesenden Vereinsmitglieder und die geladenen Gäste herzlich – notabene an diesem Abend alles Frauen. Dieser Umstand ist es dann, der später am Abend dem einzigen Mann im Saal ein bisschen Herzklopfen bereiten sollte. Doch dazu später mehr.

 

Die Szenen 1 bis 7 sind dann schnell gespielt: Begrüssung, Protokoll, Jahresbericht usw. Erst bei Szene 8, Demissionen/Wahlen, verlangsamt sich der Rhythmus etwas. Vreni Jäger, Kassierin und Viola Otto, Brocki, zwei langjährige Vorstandsmitglieder, haben ihren Rücktritt aus dem Vorstand eingereicht. Sie werden von Vreni Koch mit lieben Worten und einem Blumenstrauss verabschiedet. „Wie ein Wunder“, so berichtet die Präsidentin dann, kam es ihr vor, als sie auf der Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern von Esther Stokar die Zusage für ihr Engagement im Vorstand erhielt. Auch über die zweite Zusage ist die Freude gross. Bei Denise Topak kam die Anfrage für die Rolle als Kassierin ebenfalls genau im richtigen Moment, so dass der Vorstand jetzt wieder komplett ist und bereit für das nächste Vereinsjahr. „Auf Wiedersehen in der Brocki“ – so endet die kurze Vorstellung der neuen Brocki-Leiterin Marlies Schenkel. Sie hat bereits seit einiger Zeit in der Brocki-Crew mitgearbeitet und übernimmt nun die Leitung von Viola Otto. Tatkräftig unterstützt wird sie von der bisherigen Brocki-Assistenz Barbara Kämpfer.

 

Somit sind wir bei Szene 9 angelangt: Mitteilungen und Umfragen. Da hat Ursi Senn-Bieri als Vertreterin des Gemeinderates und seit diesem Abend stolze Trägerin des Titels „Spielplatzministerin“ gute Nachrichten. Das Projekt Generationenspielplatz ist auf gutem Wege. Dank der finanziellen Unterstützung durch den Frauenverein und die Stiftung „Hopp-la“ ist geplant, auf zwei Weinfelder Spielplätzen begegnungsfördernde Spielgeräte aufzustellen. Nach dieser schönen Ankündigung folgen noch ein paar Informationen der Präsidentin. Darauf bedankt sich Vreni Koch bei ihren Kolleginnen für die Zusammenarbeit und setzt gerade dazu an, die Versammlung zu schliessen, da ertönt ein dramatisches „Stopp“ und unterbricht die Präsidentin. Priska Schneider hat diesen Moment abgewartet, um sich im Namen des Vorstandes ganz herzlich bei Vreni Koch für ihr grosses Engagement und die Hingabe für den Frauenverein zu bedanken. Nach diesem Intermezzo ist es jedoch wirklich Zeit für die Pause – wiederum mit wunderbaren Häppchen aus der Traubenküche.

 

Nach der Pause übernimmt Franz Xaver Isenring die Hauptrolle und gesteht grad zu Beginn, dass er beim Anblick des ausschliesslich weiblichen Publikums schon recht nervös geworden sei. Unterdessen habe sich das jedoch wieder gelegt und im Moment fühle er sich richtig wohl. Die Rolle als Geschichtenerzähler – heute Abend über das ehemalige Hotel Krone mitten im Zentrum von Weinfelden – liegt dem Protagonisten sichtlich. Da gibt es unzählige Geschichten über die Familie Seeger. Diese führte das Gasthaus über verschiedene Generationen hinweg. Erwähnenswert ist sicher, dass damals das Gasthaus 364 Tage im Jahr geöffnet hatte und nur am Karfreitag geschlossen war. Dann nämlich fuhr die ganze Familie nach Luzern zum Löwendenkmal. Dass das Hotel Krone sogar über die Landesgrenzen hinweg bekannt war, lag wohl einerseits an seiner Lage (an der Route Mailand – Konstanz), aber auch am grossen Saal, dem einzigen in der Region zu dieser Zeit. Im Krone-Saal fanden Tanzabende, Hochzeiten, Versammlungen, Konzerte, Theater und vieles mehr statt. Besonders zu erwähnen ist hier sicher das Gastspiel der Mailänder Scala. Aber auch sonst verkehrten zahlreiche Berühmtheiten aus Theater, Film und Politik und sogar ein Bischof in der Krone. Festgehalten sind diese Persönlichkeiten mit Rang und Namen im Gästebuch der Familie Seeger, welches der Sohn der ehemaligen Besitzerfamilie vor einiger Zeit dem Weinfelder Bürgerarchiv übergeben hat. Mit dem „Hammerbild“, einem Foto von General Guisan auf dem Weg ins Hotel Krone Weinfelden, beendet Franz Xaver Isenring die aussergewöhnliche Geschichte über dieses besondere Gasthaus. Ob wir heute Abend statt im Traubensaal im Saal des Hotel Krone sitzen würden, wenn die Geschichte der Krone anders ausgegangen wäre? Diese Frage können wir nicht beantworten. Wie wir alle wissen, wurde das Hotel Krone 1968 abgerissen und an seiner Stelle der Neubau für den Coop im Zentrum von Weinfelden erstellt.

 

Cornelia Brechbühl Streuli


Kaffee und Kuchen im Alterszentrum Weinfelden am 10. April 2019

Was darf’s denn sein? Schwarzwälder-, Kirsch- oder vielleicht ein Stück Fruchttorte? Und, um es gleich

vorwegzunehmen: Der Favorit an diesem Nachmittag war die Kirschtorte.

Auch dieses Jahr hatte der Gemeinnützige Frauenverein Weinfelden die Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums Weinfelden zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Im Service standen drei Vorstandsfrauen, die zwischendurch noch von den Vereinsfrauen in der Cafeteria unterstützt wurden. Dies war auch nötig, denn wegen der grossen Gästeschar gingen schon bald einmal die Kuchengabeln aus. Da wurden dann schleunigst alle leer gegessenen Teller samt Kuchengabeln eingesammelt, abgewaschen und für die „zweite Schicht“ wieder bereitgestellt.

Dieses logistische Detail blieb jedoch sicherlich weitgehend unbemerkt bei den Gästen. Diese genossen den Kuchenplausch und das Zusammensein mit anderen Bewohnerinnen und Bewohnern sehr. Immer wieder wurden die feinen Torten gelobt. Ein paar ganz „süsse Mäuler“ bestellten sogar noch eine zweite Portion – logisch – Kirschtorte.

 

Cornelia Brechbühl Streuli


Weihnachtsbriefkasten 2018

Der Weihnachtsbriefkasten 2018 ist Geschichte. In der Adventszeit hatten wir unseren Briefkasten bereits zum zwölften Mal beim Pestalozzischulhaus aufgestellt. In dieser Zeit habe ich vierzehn Briefe vorgefunden. Es waren 16 Erwachsene und 16 Kinder/Jugendliche, die einen Weihnachtswunsch hatten, den sie sich selbst nicht erfüllen konnten. Bei den einen war es ein schönes Fest mit der Familie zu feiern und die andern freuten sich über den Gutschein, um eine nötige Anschaffung für den Haushalt zu machen. Ich habe den Betroffenen die Geschenkkarten selbst übergeben und dabei immer wieder in glänzende, freudige Augen schauen dürfen. Mit einem Händedruck bedankten sich alle ganz herzlich und waren glücklich darüber, dass es so eine Organisation wie den Frauenverein in Weinfelden gibt.

Am Heiligen Abend gab es noch eine Weihnachtsüberraschung. Zwei Verantwortliche der Weinfelder Glühweinbar überbrachten zu Gunsten des Weihnachtsbriefkastens Fr. 600.00 aus dem Erlös der Bar. Herzlichen Dank! Ein Dankeschön geht auch an Herrn Keller, der in gewohnter Weise unseren Briefkasten zuverlässig aufgestellt und abgebaut hat und ihn das ganze Jahr über bei sich lagert.

 

Brigitte Vonwiller


Adventsmarkt vom 8. Dezember 2018

Impressionen vom Adventsmarkt


Backen für den Adventsmarkt

Samstag, 1. Dezember 2018, 8.00 Uhr. Es herrscht bereits emsiges Treiben in der Schulküche des Thomas-Bornhauser-Schulhauses. Das alljährliche Backen für den Adventsmarkt hat begonnen. Auch dieses Jahr backen wir die allseits beliebten Gewürztännli. Jeweils zwei Frauen arbeiten Hand in Hand und so entstehen bald die 20 Blechkuchen, aus denen dann die Gewürztännli zugeschnitten werden. Inzwischen sind noch einige Frauen mehr dazu gekommen. Sie sind bereit, um die vielen Tännli zu dekorieren. Mit einer Spritzglasur und vielen verschiedenfarbigen Zuckersternli, -kügeli, -engeli, -tännli etc. lassen sie ihrer Phantasie freien Lauf. Bereits ist die Glasur trocken. Gekonnt werden nun die wunderschön dekorierten Tännli in Transparentsäckli eingepackt

und mit einem Band, an dem das gerollte Rezept hängt, zusammengebunden.

Es ist Mittag, Vreni Koch verköstigt die fleissigen Frauen mit feinen Wähen und Salat. Danach ein Kaffee und schon geht es in den Endspurt. Die letzten Tännli werden dekoriert und eingepackt. Nun die Schulküche putzen und «polieren» 😊, so dass wir diese auch im nächsten Jahr wieder benutzen dürfen. Wir sind bereit und freuen uns auf den Adventsmarkt.

 

Priska Schneider


Adventsverkauf 2018

Das Herz weihnachtlich aufgemacht,

denn schon bald kommt die Stille Nacht.

Ein bisschen Einkehr halten

Ab und zu die Hände falten.

Adventszeit will uns lehren,

ein bisschen mehr zu geben als zu nehmen.

 

Erneut durften wir die „Adventskranztage“ vom Gemeinnützigen Frauenverein im Atelier von Nicole Graf durchführen. Ganz herzlichen Dank für die tolle Gastfreundschaft! Zahlreiche Kranzerinnen haben während zwei Tagen unermüdlich gearbeitet. Auch das Kranzen am Abend wurde rege genutzt. Es fanden tolle Begegnungen, entspannte Gespräche während dem Arbeiten statt. Es entstanden wunderschöne und vielfältige Adventsdekorationen, die dann am Samstag, 1. Dezember zum 1. Advent am Stand vor der Brocki verkauft wurden. Der Erlös ging dieses Jahr an die Infostelle "Frau und Arbeit" in Weinfelden.

 

Gerda Hübner


Herbstmittagessen am 14. November 2018

Der Gemeinnützige Frauenverein lud am 14. November 2018 alle alleinstehenden über 70-jährigen Frauen zum Mittagessen im Restaurant zum Trauben ein. Der Einladung zu einem geselligen Mittag mit einem feinen Essen aus der Traubenküche folgten rund 130 Frauen. An den schön gedeckten und herbstlich dekorierten Tischen mit ihren strahlenden Lichtlein von gelb über orange bis rot und violett liessen sich die Frauen gerne nieder. Zusammen mit dem Trauben-Team bedienten die Vorstandsfrauen engagiert und tatkräftig die Gäste. Die Frauen wurden mit einer köstlichen Marroni-Linsensuppe und zum Hauptgang mit einem wunderbaren Schweinsbraten an Apfelbalsamschaum, Kartoffelkroketten und Gemüse der Saison verwöhnt. Zum Dessert gab es einen feinen, lauwarmen Schoggikuchen mit Schlagrahm und Kaffee. 

Zwischen Hauptgang und Dessert konnte ich den Gästen die Thurgauer Jodelspatzen ankündigen. Unter der Leitung von Jolanda Felix und ihrer Tochter Carina und zur Freude aller Anwesenden sangen und jodelten die Kinder aus voller Kehle. Mit traditionellen und auch modernen Jodelliedern begeisterten sie das Publikum. Anschliessend an ihren Auftritt waren dann auch die Jodelspatzen zu einem feinen Dessert in der Gaststube des Restaurant Trauben eingeladen, wo sie sich den Schoggikuchen munden liessen.

Mit einem grossen Applaus und einem „Dankeschön“ verabschiedeten sich die zufriedenen Gäste bis zum nächsten Jahr.

 

Brigitte Vonwiller

 

 


Vivala-Chilbi 3. und 4. November 2018

Die kurzfristige Anfrage und die ebenso kurzfristige Zusage zur Teilnahme an der Vivala-Chilbi rief kreative Frauen auf den Plan. In kürzester Zeit wurden tolle Ideen durch fleissige Hände umgesetzt, wie nebenstehendes Bild zeigt.


Offenes Singen am 31. Oktober 2018

Mit Lust zum Singen und freudigen Gesichtern treffen sich schon bekannte und neue Sänger an diesem 31.Oktober 2018 im Pfarreizentrum in Weinfelden. Es sind ca. 30 Personen, zu unserer Freude auch 2 Männer. Angela Testa und Samuel Curau sind schon bereit mit Klavier und Djembe. Pfadi-Singbücher «der Brüller» werden verteilt und los kanns gehen. Erika Weibel begrüsst Leiter und Sänger und wünscht allen einen vergnügten Nachmittag. Schon bald erklingen bekannte Lieder und Schlager. Viele erinnern uns an unsere Schulzeit, Schulreisen, Wanderungen und Hüttenatmosphäre, andere an unsere Jugend. Es wurden sogar Lieder gewünscht die Samuel nicht kannte aber die er trotzdem problemlos begleiten konnte.

Die erste Stunde vergeht im Flug. Mit leckeren Zöpfen, feinen Kuchen, Kaffee, Tee und Getränken können die müden Geister wieder geweckt werden. Auch die Zeit zum Plaudern wird rege genutzt. Dann geht’s wieder zurück in den Saal und eine weitere Singrunde geht los. Die Liederauswahl wird von den Sängern gewünscht und freudig gesungen. Leider kommt nur zu schnell das Schlusslied. Vreni Koch bedankt sich herzlich bei den Leitern. Leider teilt sie dann mit, dass auf gemeinsamen Wunsch der katholischen Frauengemeinschaft, der Landfrauen und des Frauenvereins nächstes Jahr kein offenes Singen stattfinden wird. Mit grossem Bedauern wird das zur Kenntnis genommen.

 

Vreni Jäger


Herbstspaziergang am 24. Oktober 2018

Ein grauer Himmel wölbt sich um 13.30 Uhr über Weinfelden und ein paar dunkle Wolken lassen sogar Regen vermuten. Trotzdem treffen sich vier, für alles Wetter ausgerüstete, wanderfreudige Frauen beim Rathausbrunnen zum Herbstspaziergang Richtung Stelzenhof. Mit zügigen Schritten nehmen wir den Aufstieg in Angriff. Vorbei an herbstlichen Gärten, mit blühenden Astern und Dahlien neben Beeten mit letzten Salaten, Kohl und Lauch, wandern wir Höhenmeter um Höhenmeter aufwärts. Vorbeimarschierend an verschiedenen Höfen und Häusern werden bei meinen Begleiterinnen vergangene Zeiten lebendig und Erlebnisse aus ihren Leben ausgetauscht. Die Felder sind grösstenteils bereits abgeerntet und liegen brach. Ein bepflanzter Acker aber zieht unsere volle Aufmerksamkeit auf sich. „Ist das eine Kohlart“? Den Blättern nach könnte es sein, es lässt sich jedoch kein Ansatz irgend eines Produktes erkennen. Auch eine Geruchsprobe an Blättern löst das Rätsel nicht. Schliesslich vermuten wir, dass dies Gründüngung sein muss.

 

Die abwechslungsreichen Gespräche lassen uns die Anstrengung des Aufstieges und die Zeit vergessen und schon marschieren wir am Stelzenhof vorbei dem Thurberg entgegen. Immer wieder schweifen unsere Blicke über das Thurtal und nach Weinfelden hinunter. Ein schöner Anblick. Die Berge des Alpsteins lassen sich hinter einer Dunstschicht nur erahnen. Das trockene Laub am Strassenrand raschelt unter unseren Schritten. Jetzt bahnt sich sogar die Sonne einen Weg durch die Wolken und leuchtet durch die bunt gefärbten Baumwipfel.

 

Bergabwärts unserem Ziel, Patricias Zuhause entgegen, läuft es wie von selbst. Hier erwartet uns ein wunderbarer Zvieri in ihrer sonnendurchfluteten Stube. Brigitte, durch eine starke Erkältung am Mitmarschieren verhindert, ist auch anwesend und bereichert mit einem weiteren delikaten Kuchen unsere offerierte Zwischenverpflegung. Wir geniessen diese Köstlichkeiten mit Hochgenuss und sitzen noch eine Weile bei guten Gesprächen zusammen. Dann machen sich alle zufrieden und um ein tolles Erlebnis reicher, auf den Heimweg.

 

Vreni Koch


Ferienpass Kartenkurs am Donnerstag 11. Oktober 2018

Sieben Mädchen im Alter von 9 – 11 Jahren haben sich zum Ferienpass Angebot des Gemeinnützigen Frauenvereins angemeldet und sind 11. Oktober pünktlich im Pestalozzi-Schulhaus erschienen. Am Vorabend haben Vreni Jäger und Helene Hutterli die Kartenmuster präsentiert, viel verschiedenes farbiges Papier, Karton und Bänder ausgestellt, die grosse Auswahl an Stanzern bereitgestellt und eine grosse Auswahl an farbigen Karten in verschiedenen Formaten warteten auf Verwendung . Mit viel Fleiss und grosser Freude begann die Arbeit unter dem Motto «schneiden, stanzen und kleben ».

Schnell entstanden die ersten Kreationen. Erstaunlich mit welcher Liebe und Hingabe da gebastelt wurde. Eltern, Freundinnen und Geschwister werden die Empfänger der kreativ und künstlerisch gestalteten Karten sein. Da werden Waldlandschaften geklebt, Schneeflocken glitzern trotz dem herrlichen Herbstferienwetter. Herzen in vielen Formen und Farben zieren Dankeskarten, Herbstkarten mit Blättern, gestanzt in wunderbaren Herbstfarben auf passende Karten geklebt. Es wird munter gearbeitet – eine Freude, zuzuschauen.

Vreni Koch, die Präsidentin des GFV brachte das traditionelle Znüni. Die eifrigen Bastlerinnen hatten kaum Zeit, die Weggli und Brügeli zu geniessen, die Zeit verging in Windeseile. Ein Mädchen meinte, sie mache dann um 11.00 Uhr noch weiter, ein anderes wünschte sich, am Nachmittag weiter arbeiten zu können und eines meinte, sie komme dann nächstes Jahr wieder.

 

Zusammen bestaunten wir die Kunstwerke und freuten uns über die eifrigen Bastlerinnen, die sehr selbständig mit viel Fantasie arbeiteten, aber auch kleine Hilfeleistungen und Tipps dankbar annahmen. Nachdem alle die passenden Couverts und Einlageblätter für ihre Karten erhalten hatten, verabschiedeten sich die Kinder herzlich und dankbar. Ein kurzweiliger, gefreuter Vormittag, auch für die Kursleiterinnen. Gerne bieten wir diesen Kurs auch im nächsten Herbst wieder an.

 

Helene Hutterli-Müller


Dankeschön Ausflug ins Zürcher Oberland am 12. September 2018

Bei schönem Wetter und hochsommerlichen Temperaturen fuhren achtzig ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit Madörins Apfelcar ins Zürcher Oberland. Zuerst führte uns die Reise nach Rapperswil – Jona ins ENEA Baummuseum. Wir wurden von unseren Führern begrüsst und in den wunderschönen Park geführt. Für alle war’s eine sehr beeindruckende Kulisse mit den über 50 auserwählten Bäumen aus über 25 Arten. Einige Bäume sind über 100 Jahre alt. Auf der ganzen Anlage stehen ca. 3000 Gehölze aus unserer Klimazone.

Für Gartenliebhaber gab es auch einige fachkundige Gespräche und Beratungen, vor allem über den Buchsbaumzünsler und Pilze, die häufig ganze Hecken befallen. Ausserdem konnten wir noch viele schöne Skulpturen, Kunst und Design bewundern. Im Anschluss an unsere Führung erfrischten wir uns mit einem kühlen Drink im Showroom und auf der Terrasse mit Blick auf den grossen Teich und den Park.

Die Fahrt ging schliesslich weiter nach Wald in die „Bleichibeiz“, wo wir uns kulinarisch verwöhnen liessen. Die schön gedeckten Tische und die liebevoll gestalteten Menukarten luden zum feinen Nachtessen ein. Mit der Eröffnung der „Bleichibeiz“ samt Hotel von 1997 nahm die erfolgreiche Umnutzung des Fabrikareals zum Bleiche Resort ihren Anfang. Der Name „Bleiche“ stammt aus der Zeit, als in der Nähe des heutigen Fabrikstandortes Baumwolltücher an der Sonne gebleicht wurden. Gut gestärkt und mit zufriedenen Gesichtern fuhren wir nach Hause.

 

Brigitte Vonwiller


Ausflug zu den Zeitfrauen in Arbon am 15. Juni 2018

Ein kleines, exklusives Frauengrüppchen traf sich um 13.20 Uhr beim Bahnhof Weinfelden, um zusammen nach Arbon zu reisen. Wir hatten uns viel zu erzählen und so verging die Reisezeit wie im Flug. In Arbon angekommen, machten wir uns auf den Weg zum Nymphenbrunnen am Adolph-Saurer-Quai, dem Treffpunkt für den Frauenstadtrundgang. Wir wurden von Frau Luchsinger und Frau Reutlinger sehr nett empfangen. Die zwei Frauen nahmen uns mit auf eine Zeitreise. Sie berichteten über starke Frauen, die die Geschichte der Stadt Arbon oder darüber hinaus prägten. Aufgelockert wurde der Rundgang von drei Schauspielerinnen, die bei den jeweiligen Stationen die einzelnen Frauenfiguren zum Leben erweckten. Sie erzählten uns hautnah, was sie beschäftigte, wie sie für ihre Rechte kämpften oder was sie schon alles bewirkten und mit Erfolg in Arbon geschaffen hatten. Der Rundgang brachte uns vom Pavillon im Jakob Züllig-Park zum Kindergarten Waagstrasse. Danach ging es weiter zum Posthof und zum Schloss Arbon.  

Am Schluss trafen wir die Frauen beim Waschplatz, direkt am Bodensee. Sie zeigten uns, wie sie die Wäsche damals gewaschen und zum Trocknen auf der Wiese ausgelegt hatten. Am Schluss bekamen wir alle eine kleine Lavendel- oder Rosenseife. Für uns Frauen vom GFV war klar, dieser Ausflug hatte sich mehr als gelohnt, es war einfach toll. Bei der Wunderbar nahmen wir nach dem Rundgang noch eine kleine Stärkung zu uns. Dann war es schon wieder Zeit aufzubrechen. Wir liefen dem schönen Bodensee entlang zurück zum Bahnhof. Nach der angenehmen Zugfahrt kehrten wir wohlbehalten und mit vielen schönen Eindrücken zurück.

 

Priska Schneider


Bring- und Holtag vom 8. und 9. Juni 2018

Auch dieses Jahr haben Mitarbeiter des Werkhofs und Helferinnen des Frauenvereins am Freitagabend ausgediente, aber noch brauchbare Gegenstände und Möbel entgegengenommen. Diese wurden am Samstagmorgen auf langen Tischreihen auf dem Plätzli vor dem Werkhof Weinfelden, schön nach Themen sortiert, aufgebaut oder im Möbelsektor platziert. Kurz vor 10 Uhr ist dann alles bereit. Der „Starter“ Rolf kann noch die Stufen der Leiter erklimmen; bevor er jedoch das eigentliche Startzeichen geben kann, sind die Läuferinnen und Läufer bereits auf dem Weg. Ein klarer Fall von Fehlstart würde man meinen. Doch das Rennen wird nicht abgepfiffen, denn dies ist der Holtag beim Weinfelder Werkhof und da sind die Regeln etwas anders als beim Sprintwettbewerb. Aber wie im richtigen Sport gibt es auch hier Gewinnerinnen und Verlierer – es gibt glückliche Gesichter und andere, wenn jemand anders schneller war und das Wunschobjekt bereits weg ist, wenn man am Ziel ankommt.

Könnte man wie im Sport einzelne Sequenzen in der Wiederholung anschauen, wären sicher die ersten Minuten des Holtags die spannendsten. Nach kurzer Zeit ist bereits ein grosser Teil der Tische leergeräumt und auch im Möbelsektor klaffen Lücken. Dann geht es darum, den Abtransport zu organisieren. Ich staune nicht schlecht, was so alles auf einen Velogepäckträger passt. Eine junge Frau mit Sonnenbrille und Sonnenhut hat das neu erstandene blaue Holzgestell mit Schnur auf ihrem Packträger festgebunden - fast wie in Indien. Andere wählen den konventionellen Weg mit dem Auto. Aber auch hier kommt im einen oder anderen Fall Schnur zum Einsatz; dann nämlich, wenn der Kofferraumdeckel einfach nicht mehr zugehen will.

Aber nicht nur die Besucherinnen und Besucher erlebten emotionale Momente. Auch der langjährige „Chef“ des Bring- und Holtages, Walter Reinhart, war wohl am Freitagabend etwas weniger gelassen als andere Jahre. Für ihn war es der letzte Bring- und Holtag in seiner gewohnten Funktion. Er wird im nächsten Frühjahr in Pension gehen und wurde deshalb am Freitagabend, nach getaner Arbeit, mit einem wunderbaren Überraschungsapéro gefeiert und herzlich verabschiedet. Für seine Zukunft wünschen wir ihm alles Gute und dass er das Pensioniertenleben in vollen Zügen geniessen kann! Und wer weiss, vielleicht ist er ja nächstes Jahr am Bring- und Holtag selber ein ambitionierter „Schnäppchenjäger“.

 

Cornelia Brechbühl Streuli


Geburtstagsfeier für die 90- und 100-jährigen Jubilarinnen und Jubilare

Am Sonntag, den 25. März 2018 luden der Gemeinnützige Frauenverein und der Musikverein Weinfelden zur Jubilarfeier ins Alterszentrum Weinfelden ein. Vierundzwanzig 90-jährige Geburtstagskinder und eine 100-jährige Jubilarin kamen mit ihren Angehörigen zu einer schönen Feier. Der Musikverein eröffnete die Feier mit fröhlichen Klängen.

Gemeindepräsident Max Vögeli gratulierte allen Jubilaren ganz herzlich – alle geboren im Jahr 1918 bzw. 1928. Seither hat es grosse technische und gesellschaftliche Entwicklungen gegeben. So erwähnte Max Vögeli z.B. Tonbandgeräte, Helikopter, Fotokopierer, Sprühdosen, Herzschrittmacher, Computer, I-Phone usw. usw.. Eine unglaubliche Serie von Neuerungen! „So viele Jubilare an einem Ort sieht man ja selten.“ Und der Gemeindepräsident fuhr weiter: „Wer hat denn sein ganzes Leben in Weinfelden verbracht?“ So lange hat niemand in Weinfelden gelebt, aber doch einige wohnen seit ihrer Pensionierung hier. Dann wünschte der Gemeindepräsident den Jubilaren alles Gute und viel Freude mit den musikalischen Glückwünschen des Musikvereins. Nach dem musikalischen Reigen wurde von allen Geburtstagskindern ein Gruppenfoto gemacht, das allen dann zur Erinnerung an die Feier zugestellt wird.  

Der Frauenverein erfreute alle Jubilare mit einem Fläschchen Rotwein (Seelen – Tröpfle)und einem Päckchen Gottlieber Hüppen. Die Tischdekoration, ein Usambaraveilchen, durfte dann jeder Jubilar mit nach Hause nehmen. Die Vorstandsfrauen des Frauenvereins Weinfelden bewirteten die Jubilare und ihre Angehörigen mit einem feinen Canapé, einem Glas Wein, Kaffee und Kuchen, offeriert vom Alterszentrum. Angeregte Gespräche in netter Gesellschaft rundeten den Anlass der Jubilare ab. Heiter und beschwingt ging der schöne Sonntagmittag zu Ende.

 

Brigitte Vonwiller  


Jahresversammlung vom Mitwoch, 18. April 2018 im Traubensaal

Nach und nach treffen die Frauen ein, im Traubensaal, und nach ein paar Worten hier und dort setzen sie sich auf die bereitstehenden Stühle. Auch ein Mann betritt den Saal. Im Gegensatz zu den 65 Frauen, die entweder als Mitglied oder geladene Gäste der Einladung zur Jahresversammlung des Gemeinnützigen Frauenvereins Weinfelden gefolgt sind, ist dieser jedoch von der Presse und sucht sich mehr oder weniger auf direktem Weg einen Stuhl in der ersten Reihe. Mit Glockenklang und Frühlingsgedicht, das nahtlos in die Begrüssung übergeht – auch diese in Versform – eröffnet die Präsidentin Vreni Koch die Versammlung.

Zügig geht es darauf durch die ersten Traktanden gemäss Programm, bis dann die Sprachform wieder poetisch wird. „Und plötzlich weisst du, es ist Zeit …“. Für Helene Hutterli ist es Zeit, sich aus dem Vorstand des Frauenvereins Weinfelden zurückzuziehen. Ihr Lebensmittelpunkt hat sich mehr und mehr an ihren Wohnort Bissegg verlagert. Dort hat sie bereits neue Aufgaben übernommen und verlässt nun den Vorstand des Vereins nach vier Jahren. Symbolisch übergibt sie ihren Vereinsschal an Priska Schneider, die gut 40 und knapp 50 Jahre zählt, Familienmanagerin, Bürofrau und noch vieles mehr ist. Auch die Liste ihrer Hobbys ist lang – und seit diesem Abend noch um eines länger. Sie wird nämlich mit grossem Applaus zum neuen Mitglied im Vorstand gewählt und darf gleich am Vorstandstisch Platz nehmen.

 

Austritt aus dem Dachverband – Ja/Nein. Bevor die Präsidentin über diesen Antrag abstimmen kann, gibt es zahlreiche Wortmeldungen und es wird rege diskutiert. Die Anwesenden Vereinsmitglieder folgen dann dem Antrag des Vorstandes und stimmen dem Austritt zu. Auch bei den vorgeschlagenen Statutenänderungen und bei der Kündigung des Darlehens beim Dachverband folgen die Stimmberechtigten den Anträgen des Vorstandes. Dann ist es wieder Zeit für Poesie. Auch Heidi Güttinger, Präsidentin des Alterszentrums Weinfelden, bedient sich dieser Sprachform und bedankt sich beim Frauenverein für die vielen geleisteten Stunden zu Gunsten der Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums. Ursi Senn-Bieri, Mitglied des Gemeinderates Weinfelden, beschreibt die vielen Tätigkeiten der Frauenvereinsfrauen mit einer unendlich langen Wortreihe mit Verben und bedankt sich für das grosse ehrenamtliche Engagement des Vereins „das keine Volkswirtschaft bezahlen könnte“.

Fast wie ein Gedicht präsentiert sich dann der Pausen-Apéro im hinteren Teil des Traubensaals – Poesie für Augen und Gaumen. Nach der Pause steht dann wieder die „komponierte“ Sprache im Fokus. Anita Glunk liest heitere, besinnliche und skurrile Mundartgeschichten aus ihrem Buch „Zimmer ääs mit Bergsicht“. Mundart heisst hier „Appenzellisch“ und was skurril bedeutet, erfahren die Zuhörerinnen bereits bei der ersten Geschichte. Angeregt von Parallelen zwischen ihrem Wohnort Gais und Weinfelden – in beiden Gemeinden gibt es einen Bring- und Holtag, beziehungsweise einen „Bring- und Holmart“ - sinniert die Geschichtenerzählerin über ihre Vision, den Bring- und Holmarkt auch für ausgediente Ehemänner zu öffnen. Man könnte solche Exemplare am Bringtag einfach „id Reihe stellä“ und wenn einem denn einer gefiele, diesen am Holmarkt mitnehmen. Nach einem Jahr könnte Frau diesen Mann ja einfach wieder zurückstellen. So leicht ginge das. Eine Frage bleibt am Ende aber doch noch: Was passiert mit den Männern, die „… zobig no i dä Reihe stönd? - Brockestobä oder direkt id Muldä?“

 

Cornelia Brechbühl Streuli


SURPRISE: Soziale Stadtrundgänge durch Zürich am 6. März 2018

 „Den Weg aus der Sucht habe ich hinter mir, der Weg aus der Armut liegt noch vor mir“

„Jeder Rundgang ist eine Therapiestunde“

 

35 Frauen und Männer interessieren sich für das Angebot: das „andere Zürich“. In zwei verschiedenen Stadtrundgängen mit Hans oder Hans Peter, die uns ganz offen über ihren Absturz, ihr Leben und ihre heutige Chance erzählen, entdecken wir das etwas andere Gesicht von Zürich. Dabei wird uns bewusst, dass nicht alle Menschen selbstverständlich ein Dach über dem Kopf haben oder ohne täglichen Stress satt werden.

 

Einer dieser Rundgänge wird hier von Susanne Brunschweiler eindrücklich und ausführlich beschrieben. 

Das andere Zürich

Ich weiss, Sie kennen Zürich gut – die Bahnhofstrasse, das Niederdörfli, den Zürichsee und das Sechseläuten. Ich als gebürtige Zürcherin geniesse diese schönen Seiten dieser Stadt. Letzte Woche hatte ich Gelegenheit, eine andere Seite von Zürich kennen zu lernen. Eine interessante, jedoch keine erstrebenswerte Seite.

 

Eine Gruppe von rund 10 Personen, organisiert vom Gemeinnützigen Frauenverein Weinfelden, folgte einem „Surprise-Führer“ durch den Zürcher Kreis 4 (Chreis Cheib). Surprise vertreibt u.a. eine Zeitschrift, welche in der deutschsprachen Schweiz von nicht privilegierten Personen zum Kauf angeboten wird, sei es am Bahnhof oder an einer Tramhaltestelle. Sie kostet CHF 6.--. Davon bleiben rund CHF 3.-- beim Verkäufer.

 

Er, eben der Surprise-Angestellte, stellte sich vor als Hans Peter. Er rutschte selber nach lukrativen Lebensjahren als IT-Spezialist in der immer mehr fordernden Wirtschaft in diese Kultur ab. Nach einigen Jahren stand er arbeitslos, alkoholsüchtig und nach einem langen Urlaub ohne Geld auf der Strasse, übernachtete auch dort und suchte nach einer Beschäftigung. Anfänglich reinigte er „seine“ Strassen, räumte Hunderte von Spritzen weg und kam in Kontakt mit Prostituierten, Drogenabhängigen, Dealern und Alkoholikern. Er schaffte es, mit eigener Kraft dem Alkohol zu entkommen und später sogar den Zigaretten. So kam es, dass er bei Surprise eine Anstellung fand und seit 2014 Sozialführungen durch die „andere Stadt“ anbietet. Er kann unzählige Geschichten aus diesem Leben erzählen, sei es von der Letten-Zeit, der Angst von Eltern um ihre Kinder in diesem Stadtkreis oder über die ärztlichen, psychologischen und beratenden Amtsstellen im alten Zeughaus. Schwangere Drogensüchtige oder Ausländerinnen finden dort unter anderen Rat und Unterstützung.

Das Highlight nach dieser Führung ist für mich, dass wir auch für diese Menschen gute Einrichtungen und berufene Fachleute haben, die ihre Dienste anbieten können. Ebenso wohltuend für mich ist, dass Hans Peter ein zufriedener Mensch in seiner Welt ist. Er hat einen Job, eine Wohnung und viele schöne Begegnungen in den geführten Gruppen. Seine Worte: „Man kann ohne viel Geld wirklich glücklich sein“!

 

Ich bereue diesen Abstecher in das andere Zürich nicht und empfehle Ihnen, sich für eine Führung anzumelden

(www.surprise.ngo). Es lohnt sich und ist eine Bereicherung.

 

Susanne Brunschweiler


Pensioniertenfeier

So präsentierte sich der Gemeinnützige Frauenverein Weinfelden an der Pensioniertenfeier im März.


Kaffee und Kuchen im Alterszentrum Weinfelden am 11. April 2018

Schon frühzeitig füllt sich der Saal im Alterszentrum Weinfelden mit Bewohnern und deren Besucher. Alle freuen sich auf ein Stück Torte, einen Kaffee und ein gemütliches Beisammen sein. Samuel und Laura, die zwei jüngsten im Serviceteam, erwarteten diesen Nachmittag mit Ungeduld und helfen nun fleissig mit. Die Auswahl zwischen Kirsch-, Schwarzwälder- und Himbeerquarktorte fällt nicht immer leicht und so kommt es auch, dass zwei und mehr Stücke probiert werden.

 

Ich glaube, dieser Nachmittag ging zur vollen Zufriedenheit unserer Gäste, aber auch für uns vom Frauenverein zu Ende.

 

Vreni Jäger


Der Weihnachtsbriefkasten

Im Dezember, während den Adventswochen, haben wir wieder unseren Weihnachtsbriefkasten aufgestellt. In der vergangenen Adventszeit haben wir 15 Briefe dem Briefkasten entnommen. Sie kamen von Familien, alleinstehenden Müttern mit Kindern sowie Einzelpersonen, die um eine Weihnachtsgabe baten. Der Gemeinnützige Frauenverein konnte einmal mehr den Gesuchstellern ihre Wünsche erfüllen.

 

Zwei Gesuchsteller mussten abgewiesen werden, da sie nicht in Weinfelden wohnhaft sind. Sie wurden auf den Frauenverein ihrer Gemeinde verwiesen. Dem unbekannten Spender/der unbekannten Spenderin verdanken wir die grosszügige Gabe im Briefkasten.

 

Not und Armut sind oft versteckt in unserer Gesellschaft. Der Gemeinnützige Frauenverein kann sie nicht verhindern, aber versuchen zu helfen und zu lindern.

 

Brigitte Vonwiller


Impressionen vom Adventsmarkt am 9. und 10. Dezember 2017


Backen für den Adventsmarkt am 2. Dezember 2017

Dank hervorragender Vorbereitung von Vreni Koch konnten 9 Frauen am Samstag, 2. Dezember um 8.00 Uhr mit dem Verteilen der Backzutaten und dem Zubereiten der Rührteige beginnen. An 4 Backstationen wurden Eier, Rohzucker, Schokolade, Mehl, gemahlene Haselnüsse und Gewürze verarbeitet. Und schon arbeiteten die Frauen fleissig. Schnell durchzog ein weihnächtlicher Duft nicht nur die Schulküche im Thomas Bornhauser Schulzentrum – im ganze Hause duftete es bald ganz fein. Die gebackenen, ausgekühlten Biskuits wurden sorgfältig in die gewünschte Tännliform geschnitten. Zu den Bäckerinnen kamen um 9.30 Uhr die 9 « Malerinnen » - mit viel Fantasie, Feingefühl und herrlich glänzenden farbigen Zuckersternli und Perlen wurden die erst mit Zuckerglasur dekorierten Tännli ausgeschmückt. Es entstanden wunderschöne, weihnachtliche und winterliche Tännli – eine wahre Augenweide.

Bald aber schon strömte ein ganz anderer Duft durch die Küche. Vreni Koch hat die Backöfen für Foccacia und Fleischpastete aufgeheizt. Bestens vorbereitet stand bald schon ein leckeres Mittagessen für die fleissigen Frauen bereit. Natürlich wird auf vollwertiges Essen geachtet – 3 grosse Schüsseln Salat rundeten das feine Essen ab – und gemeinsam konnten die fleissigen Frauen eine Pause machen. Vielen herzlichen Dank, Vreni, für Dein fein zubereitetes Essen.

Dann wurden die Tische wieder für’s Verpacken der traditionellen Spezialität gebraucht. Die Bäckerinnen verpackten die Tännli in Cellobeutel und schmückten sie mit den vorbereiteten Bändeli, in die das eingerollte Rezept eingebunden war. Kiste um Kiste wurde gefüllt, die Tännli werden nun kühl gelagert und das Verkaufsteam freut sich, diese ca. 400 Tännli am Adventsmarkt vom 9./10. Dezember am weihnächtlich geschmückten Stand zu präsentieren und zu verkaufen. Mögen viele Kundinnen und Kunden unsere Freude teilen und die Tännli verschenken oder selber geniessen.

 

Helene Hutterli


Adventskranzen 2017

Bereits zum 3. Mal konnten wir Ende November das „Adventskranzen“ unter der Leitung von Margrit Anderwert, im Atelier von Nicole Graf durchführen. Wir danken Nicole und ihrer Familie ganz herzlich für die Gastfreundschaft. In den gut geheizten Räumlichkeiten an der Wilerstrasse wurde während 3 Tagen fleißig Kränze gebunden, Gestecke hergestellt und alles schön ausgeschmückt. Dieses Jahr bestand erstmals die Möglichkeit an einem Abend tolle Adventsdekorationen herzustellen. So konnten uns auch die berufstätigen Frauen mit ihren Ideen unterstützen. Es waren kreative und unterhaltsame Stunden, um miteinander zu werken, Ideen zu verwirklichen, zu plaudern und um die Gemeinschaft zu pflegen. 24 Frauen haben uns beim „Kranzen“, bei der Materialbeschaffung oder im Verkauf unterstützt. So entstand eine wunderschöne und vielseitige Auswahl. Am Freitagnachmittag wurden die Preise gemacht und am Schluss alle Sachen in drei Autos verladen. Am Samstagmorgen um 7 Uhr wurde die Auswahl auf 2 Marktständen auf dem Markplatz präsentiert. Die Auswahl war einfach wunderbar.

 

Leider wurde der Morgen sehr regnerisch, windig und kalt. Trotz des schlechten Wetters sind wir mit den Verkaufszahlen zufrieden. Es wurden 19 Adventskränze, 28 Tisch- und Türkränze und 16 Gestecke verkauft. Besonders freute uns, dass die Präsidentin der Thurgauisch Evangelischen Frauenhilfe, Frau Hummler persönlich am Verkaufsstand vorbeikam und auch bei uns einkaufte.

 

Es wurde ein Reingewinn von Fr. 1650.- erwirtschaftet. Mit diesem Betrag haben wir die Thurgauische Evangelische Frauenhilfe unterstützt.

 

Die „Kranzer-Woche“ ist immer eine intensive Zeit und ohne die zahlreichen Helferinnen nie durchzuführen. An dieser Stelle allen Helferinnen ein „großes Dankeschön“. Auch Margrit Anderwert möchte ich ein Kränzlein winden: „ganz herzlichen Dank für die tolle Organisation“.

 

Für die Gruppe „Mensch und Umwelt“

Gerda Hübner


Herbstliches Mittagessen im Gasthaus zum Trauben

Für viele alleinstehende, über 70-jährige Frauen in der Gemeinde Weinfelden ist das Verbringen eines gemütlichen Nachmittags in Gesellschaft, verbunden mit einem feinen Mittagessen, eine willkommene Bereicherung im Monat November. Der Einladung des Vorstandes des Gemeinnützigen Frauenvereins Weinfelden zu einem geselligen Essen mit einem Gläschen Wein folgten dieses Jahr 150 Frauen.

 

Die Tische waren wunderbar herbstlich dekoriert, mit Laub, Kastanien, Hagebutten, Äpfeln und Bucheckern in warmen Rot-, Braun- und Gelbtönen. Die Tüten mit ihren aufgedruckten Äpfeln und den Kerzen darin strahlten durch den ganzen Saal. Vreni Koch begrüsste die Gäste in gewohnt herzlicher Weise und hiess die Frauen im schönen Traubensaal willkommen.

 

Zusammen mit dem Team des Trauben bedienten die Vorstandsmitglieder engagiert und tatkräftig die Gäste. Die Frauen wurden mit einer Rieslingsuppe zur Vorspeise und anschliessendem Hauptgang mit Spätzli, Rotkraut, Gemüse und Schweinebraten an Kräutersauce aus der Küche verwöhnt. Zum Dessert gab es himmlisch duftende Apfeljalousien mit Zimtglace. Die Gäste plauderten und unterhielten sich angeregt, Neuigkeiten wurden ausgetauscht, Erinnerungen wachgerufen und einander allerlei berichtet.

 

Zwischen Hauptgang und Dessert sang das Nostalgie-Chörli Berg, unter der Leitung von Margrit Roos ein Potpourri vom Feinsten. Da gab es wunderschöne nostalgische Lieder und Evergreens und bestimmt haben einige dieser Lieder manche der anwesenden Frauen in früheren Zeiten schwelgen lassen. Zum feinen Dessert waren auch die Damen des Chörlis eingeladen. Mit einem grossen Applaus wurden die Sängerinnen dann verabschiedet.

 

Die leuchtenden Gesichter und der dankende Händedruck der eingeladenen Frauen motiviert den Vorstand, diesen Anlass auch im nächsten Jahr wieder durchzuführen.

 

Brigitte Vonwiller


Offenes Singen

An die 40 Frauen und 1 Mann treffen am 15. November im Pfarreizentrum zum offenen Singen ein. Erika Weibel von den Landfrauen begrüsst die Anwesenden sehr herzlich. Ein besonderes Willkommen richtet sie an Angela Testa (Chor) und an Claudia Dahinden (Klavier) und erteilt ihnen gleich das Wort. Claudia ermuntert uns sie zurückzubinden falls die Rösslein mit ihr durchgehen und sie uns mit den Tönen davon rennen sollte. Wir singen, je nach Wunsch, die verschiedensten Lieder aus dem „Brüller“, dem Pfadi-Singbuch. Da geht mitten am Nachmittag der Mond auf, wir tanzen mit hagebuchenen Strümpfen und tannigen Hosen und der kleine grüne Kaktus sticht und sticht. Angela und Claudia kann kein Wunsch aus der Ruhe bringen. Sie finden immer die richtigen Worte und schlagen den richtigen Ton mit Stimme und Klavier an.

 

Nach einer Stunde lechzen unsere trockenen Kehlen nach einer Pause. Im Nebenzimmer steht ein Buffet mit Kaffee, Mineralwasser, verführerisch feinen Kuchen und leckerem Speck- und anderem Zopf bereit. Bei Speis und Trank wird rege ausgetauscht und frisch gestärkt wechseln wir wieder in den Saal. Munter und voll Elan singen wir weiter und beschliessen den wunderbaren Nachmittag mit dem besinnlichen „Laudate“ und dem jauchzenden „Halleluja“.

 

Vreni Koch vom Gemeinnützigen Frauenverein bedankt sich bei den Leiterinnen und den Sängerinnen und dem Sänger für ihr Kommen und wünscht allen eine frohe Adventszeit. Die Frage, ob das offene Singen im nächsten Jahr wiederholt werden soll, wird mit hellem Jaaaaa beantwortet. Gabriela Herzog von der Frauengemeinschaft macht sofort Nägel mit Köpfen. Sie „bucht“ unmittelbar die Leiterinnen und reserviert den

Saal. Das Datum für das offene Singen 2018 ist der 31. Oktober.

 

Vreni Koch 


Ferienpass - Weihnachtskarten basteln

Neun Mädchen steigen an diesem 10. Oktober 2017 um 8:30 Uhr im Pestalozzischulhaus die Treppen hoch in den 2. Stock. Im Schulzimmer, das uns Frau Brechbühl zur Verfügung stellt, warten Helene Hutterli und Verena Jäger. Ausgebreitet auf den Tischen liegen fertige Kartenmuster, aber vor allem eine grosse Auswahl an verschiedenen Papieren, Karten, Umschlägen, kleine und grosse Stanzer, Bändeli, Sterne, Schriftzüge, Leim, Doppelklebeband, Scheren, und, und, und… Helene gibt den Mädchen eine kurze Erklärung über den Vormittag, zeigt einige Basteltricks und dann geht es los.

 

Schnell findet jedes Mädchen die Karte in seiner bevorzugten Farbe, sucht passendes Papier dazu aus, hält Ausschau nach dem richtigen Stanzer, dem schönsten Bändeli und beginnt zu schneiden, zu kleben und zu gestalten. Rentiere schauen hinter Tannen hervor, Engeli sitzen auf Wolken, Herzen werden verziert, farbige Papiere werden kombiniert. Den Phantasien sind keine Grenzen gesetzt.

 

Um 10 Uhr bringt Vreni Koch ein wohl verdientes Znüni, doch kaum sind die Weggli und Brügeli gegessen, verschwinden alle Mädchen ganz schnell wieder zu ihren Werken, eifrig bemüht bis elf Uhr noch weitere Karten herzustellen.

 

Es ist schön, die Kinder so fleissig und angeregt an der Arbeit zu sehen, und die Zeit vergeht nur zu schnell. Es entstehen schöne, ideenreiche, vielseitige und unterschiedliche Karten. Das Arbeitsklima ist super, die Mädchen dankbar für eventuelle Hilfestellungen. Nur zu schnell ist es 11 Uhr. Nachdem alle Bastlerinnen noch die zu ihren Karten passenden Umschläge und Einlageblätter erhalten haben, heisst es schon sich zu verabschieden. Ich denke, dass wir alle, Mädchen und Betreuerinnen zufrieden und dankbar nach Hause fahren können. Es war ein schöner Morgen.

 

Ein ganz besonderer Dank gehört Helene Hutterli. Mit viel Engagement und Kreativität hat sie viele Kartenmuster hergestellt und das ganze Material zu deren Anfertigung organisiert.

 

Verena Jäger


Ausflug ins Textilmuseum Sorntal

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.....

 

Am Donnerstag, den 5. Oktober 2017 fuhren wir mit einer kleinen Gruppe von 14 Frauen nach Sorntal ins Textilmuseum. Die Reise begann leider mit Pech und Pannen. Unsere Zugfahrt endete in Sulgen, wegen einer Signalstörung zwischen Kradolf und Bischofszell. Wir mussten wieder nach Weinfelden zurück fahren und alles weiter abklären. Am Bahnschalter konnte uns Fritz Streuli nach kurzem Recherchieren Entwarnung geben. Die Störung war inzwischen behoben worden und wir konnten mit einer Stunde Verspätung unsere Reise erneut antreten.

 

Im Textilmuseum wurden wir von Herrn Lutz und seinem Kollegen Herrn Kettel freundlich empfangen. Die zwei Führer zeigten uns auf ca. 900 Quadratmeter Ausstellungsfläche eine riesige Auswahl an alten Textilmaschinen (die übrigens alle noch funktionstüchtig waren), mit welchen Fäden gesponnen, auf Spulen aufgewickelt oder verwoben wurden, auch Stick -und Strickmaschinen. Daneben waren aber auch Geräte zu bewundern, die für die Handstickerei im Einsatz waren, oder beim Flachsbrechen für die Leinenerzeugung und Schneidwerkzeug für die Verarbeitung von Stroh zu wunderschönen Hüten.

 

Im Dachgeschoss ist das Archiv mit vielen wichtigen Dokumenten die dort aufbewahrt werden. Da lagern Geschäftsbriefe, alte Lohnbücher, viele hundert Stoffmusterbücher und Webentwürfe. Alle diese Gegenstände verraten in kleinen Details ein Stück Fabrikleben und die Industrie- und Sozialgeschichte aus dem 19./20. Jahrhundert.

 

Uns Besucherinnen wurde ein Blick in die Arbeitswelt von einst ermöglicht und weckte bei vielen Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Tief beeindruckt traten wir unsere Heimreise an.

  

Brigitte Vonwiller


Dankausflug vom 26. September 2017

Bei guter Laune reisten 76 freiwillige Helferinnen und Helfer mit dem Madörin – Apfelcar in die Umweltarena nach Spreitenbach. Dort wurde uns bei einer Führung vieles über Natur und Leben, Bauen und Modernisieren, Energie und erneuerbare Energien erzählt. Wie kann Nachhaltigkeit umgesetzt werden? Was bedeutet nachhaltiger Konsum? Worauf kann ich beim Einkaufen achten? Wie profitiere ich?

 

Es war eine sehr eindrückliche Führung, die auch noch etwas länger hätte dauern können. Alle Teilnehmer/Innen waren sehr beeindruckt von der Arena und dem imposanten Gebäude in der Grösse von ca. 20 Fussballfeldern. Weiter ging es mit dem Car nach Bergdietikon in den Gasthof Herrenberg zu einem feinen Nachtessen, das den erlebnisreichen und interessanten Tag abrundete. Gegen 21.00 Uhr kamen alle Frauen und Männer wohlbehalten in Weinfelden wieder an.

 

Brigitte Vonwiller